UNISG.3

Mobile Uni-App (Phase 1)

Long Title: Entwicklung von Mobile-Apps für Lernende und Lehrende an Universitäten (Phase 1)
Leading
Organization:
Universität St. Gallen
Domain: ELS
Status: finished
Start Date: 01.12.2010
End Date: 01.06.2011
Project Leader: A. Back
Deputy Project Leader: T. Sammer
Website: http://ccmb.iwi.unisg.ch/projects/project-mobile-uni-app/

Erweiterte Mobilität, allerorts verfügbares Internet und zusätzliche Funktionen durch Smart-Phones schaffen neue Möglichkeiten für den Einsatz mobiler Endgeräte. Lehre und Lernprozesse werden künftig vermehrt durch mobile Applikationen unterstützt und Prozesse effizienter gestaltet werden können. Ein entsprechendes Konzept und Portfolio für Hochschulen wurden in diesem Projekt erarbeitet und getestet.

Siehe auch Phase 1.5 und Phase 2.

Resultate

Alle Informationen sowie Deliverables des Projekts sind online verfügbar:

Komponente Beschreibung
Website mit allen Deliverables Liste mit Informationen und Deliverables des Projekts
mobileuniapp.net Projektwebseite
International State of Practice Kurzbericht zu bestehenden Lösungen (.docx)
Prototyp Sourcecode des Prototypen (.zip)
Demo Prototyp Präsentation des Protoypen (.pptx)
Abschlusspräsentation Präsentation der Ergebnisse (auf slideshare)

In Phase 1 wurde die Basis zur Entwicklung eines schweizweiten Standards für Hochschul-Apps gelegt.
Hochschul-Apps sind native oder web-basierte Applikationen für Smart-Phones oder Tablet Computer, welche Studierende und Hochschulangehörige mit zusätzlichen Funktionen unterstützen (z.B Vorlesungsverzeichnis, Personenregister, Campus-Karten, Menü-Pläne).
Ein Standard Framework und ein erster Prototyp wurden erstellt und getestet. Der Prototyp beinhaltet 7 Funktionen:

  • News: Diverse News per RSS,
  • Kurse: alle aktuell an der HSG stattfindenden Kurse inkl. Raum und DozentIn,
  • Verzeichnis: Personenverzeichnis aller Mitarbeitenden der HSG,
  • Campus Map: Campus-Plan inkl. Raumplänen,
  • Transport: aktuelle Informationen zum öffentlichen Verkehr wie bspw. die nächsten Abfahrtszeiten vom Campus,
  • Mensa: der aktuelle Mensa-Menü-Plan und
  • Notfallinfos: Informationen zum Verhalten im Notfall,

und die Einbindung externer Services:

  • E-Mail,
  • Alumni: mobile Lösung von HSG Alumni.

Durch die Open Source Policy, die breite Nutzerbasis des verwendeten Frameworks in den USA und die einfache Programmierung per PHP und HTML steht die Lösung auf einem soliden Fundament.

Es ist geplant, den Funktionsumfang des Prototypen in einer zweiten Phase gemeinsam mit anderen interessierten Schweizer Hochschulen zu erweitern und die Lösung dann zu implementieren (siehe Google Group Mobile Uni-App).


Ausgangslage

Im Hinblick auf die hohe und weiter steigende Verbreitung mobiler Endgeräte mit Zusatzfunktionen wie GPS-Integration, Bewegungs- bzw. Lagesensoren oder hochauflösende Bildschirme sowie die vereinfachte Entwicklung von Software für diese Geräte, ergibt sich ein hohes Potential, um verschiedenste Aufgaben im Bereich der Verwaltung und Lehre zu unterstützen und die Effizienz zu steigern.
Das Gerät selber stellt dabei jedoch nur die notwendige Plattform dar. Um sinnvoll eingesetzt werden zu können, müssen die richtige Software bzw. Dienste ausgewählt und in ein umfassendes Konzept integriert werden. Eine solche Auswahl vor dem Hintergrund eines entsprechenden Konzepts fehlt weitgehend und stellt ein Hindernis für den effektiven Einsatz von mobilen Endgeräten zur Aufgabenunterstützung dar.
Eine erste Untersuchung zum Thema "Mobile-Apps an Universitäten" wurde bereits im Vorfeld von Studierenden der Universität St. Gallen (HSG) im Frühjahr 2010 durchgeführt. Im Rahmen der Studie wurde eine Potentialanalyse unter den Studierenden und Mitarbeitenden der HSG durchgeführt und die Nachfrage und Anforderungen an eine HSG-App erhoben (siehe SWITCH Journal October 2010, Seiten 43/44, pdf).

Ziele

Als Weiterführung dieser ersten Studie sollen nun

  • eine solche Universitäts-App entwickelt und eingeführt werden,
  • ein übergreifendes Einsatzkonzept erarbeitet und
  • wegweisende Details in Form eines Prototyps getestet und evaluiert werden.

Für die Umsetzung solcher Anwendungen haben sich momentan zwei Möglichkeiten etabliert, welche innnerhalb des Projektes evaluiert werden:

  1. für Webbrowser von mobilen Endgeräten optimierte Webseiten,
  2. Applikationen, die direkt auf dem Gerät installiert werden (Bezug z.B. aus Apple App Store oder Android Market).

Ziel des Projekts ist die Konzeption und Erprobung von Produktivitäts-Apps für mobile Endgeräte (Smart-Phones und Pads), die sowohl Lernende wie auch Lehrende unterstützen und es ihnen ermöglichen, ihre Aufgaben effizienter zu erledigen. Resultieren soll ein App-Portfolio, welches allen Anspruchsgruppen gerecht wird und auf konzeptioneller Basis hochschulübergreifend eingesetzt werden kann, sowie das Sammeln und Integrieren von Erfahrungen für erste Anwendungen anhand eines Prototyps. Das Ergebnis kann somit auf andere Bildungseinrichtungen übertragen werden und im Bereich des E-Learning und zur Unterstützung von organisatorischen Abläufen eingesetzt werden.

Vorgehen

Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen. Die erste Phase widmet sich der

  • Bedarfserhebung,
  • gesamthaften Konzepterstellung und
  • Programmierung eines ersten Prototyps mit darauf aufbauender Benutzerakzeptanzanalyse.

Darin sind folgende Arbeitspakete enthalten:

  1. Recherche des Internationalen State-of-Practice zu Uni-Apps an Hochschulen.
  2. Erhebung des Bedarfs an Uni-Apps an der HSG:
    1. Befragung UNISG-Angehörige (Einbindung der wichtigsten Stakeholder),
    2. Interviews mit erfahrenen Anwendern, z.B. IMD-Projekt, andere App-Erfahrene, Pilotgruppe iPad-Anwender im HSG-MBA,
    3. Atizo-Ideenwettbewerb,
    4. Evaluierung der technischen Umsetzungsmöglichkeiten.
  3. Zusammenstellung des möglichen App-Funktionsumfangs mit entsprechendem App-Workflow für Lernende und Lehrende. Definition von Schnittstellen (IT-Schnittstellen und Integration von bestehenden Diensten) und Funktionsumfang für einen ersten Prototypen. Entsprechende Schnittstellen zu Universitätsdiensten wie Vorlesungsverzeichnis, Terminkalender, Raumbuchung, usw. werden in einem parallel ablaufenden Projekt des Informatikbereichs entwickelt.
  4. Erstellung eines ersten Prototyps (Use-Case mit statischen Inhalten sowie Use-Case mit dynamischen Inhalten; Zugriff auf geschützte Ressourcen via AAI).
  5. Durchführung eines Feldtests anhand des Prototyps und Einarbeitung der Feldtestergebnisse in das Konzept.
  6. Entwicklung von Aufgabenbeschreibungen für Informatikverantwortliche, um diese mobilen Dienste bereitstellen zu können.
  7. Ausblick: Trends/Zukunftsperspektiven.
Die im Anschluss geplante zweite Phase sieht

  • die finale technische Umsetzung,
  • Einführung und Durchführung der konzipierten Massnahmen,
  • deren Evaluierung und
  • Erarbeitung eines hochschulunabhängigen Konzepts

vor.