ZFH.5 |
Aufgabenbörse (Phase 2) |
| Long Title: | Aufgabenbörse mit Schnittstelle zu Moodle / Realisierung (Phase 2) |
| Leading Organization: |
Zürcher Fachhochschule |
| Domain: | ELS |
| Status: | finished |
| Start Date: | 08.06.2011 |
| End Date: | 30.04.2013 |
| Project Leader: | C. Schmucki |
Das Konzept der Aufgabenbörse wird als Webservice umgesetzt. Dozierende und Studierende können Aufgaben und Lösungen in der Aufgabenbörse ablegen, austauschen und bewerten. Das neue Werkzeug kann u.a. über das LMS Moodle eingesetzt werden. Damit ist der Weg für eine einfache und nutzbringende Generierung von Aufgabenpools geebnet.
(siehe auch Phase 1 Aufgabenbörse)
Ziele
In der Umsetzungsphase wird das Konzept aus Phase 1, basierend auf dem
Prototypen implementiert.
Die Aufgabenbörse dient der Speicherung, Verwaltung und Nutzung von Aufgabenmaterial.
Studierende und Dozierende können Aufgaben und Lösungen hoch- und runterladen sowie austauschen.
Aufgabenstellungen und Lösungen können geändert, ergänzt und verbessert werden. Lehrende und Lernende können Lernmaterial bewerten.
Unter Aufgabe bzw. Lösung wird im Kontext dieses Projektes eines oder mehrere zusammenhängende Files in
beliebigen Formaten verstanden. Die Files enthalten die Aufgabenstellung bzw. Lösung, deren Inhalte werden
mittels Metadaten beschrieben. Aufgaben und Lösungen gehören zusammen.
Um die Aufgabenbörse zu verwirklichen, muss die entsprechende Infrastruktur bereitgestellt bzw. die
vorhandene Infrastruktur ergänzt werden.
Es wird eine Schnittstelle Aufgabenbörse-Moodle realisiert.
Nutzen
- Die Aufgaben werden zentral in einem Ressourcen-Pool verwaltet. Das erhöht die Wiederverwendbarkeit und generell die Nachhaltigkeit.
- Die Dozierenden erhalten einen Pool, aus welchem sie Material für die Assessments schöpfen können. Dieser Aspekt gewinnt durch die Bologna-Reform an den Hochschulen zunehmend an Bedeutung.
- Die Aufgaben und Lösungen in der Aufgabenbörse sind dank der Metadaten gut dokumentiert, eine gezielte Auswahl wird unterstützt.
- Die Studierenden erhalten eine stetig wachsende und vielseitige Übungsplattform, welche unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Komplexität abdeckt. Je mehr Austausch stattfindet, desto mehr können die Studierenden von verschiedenen Betrachtungsweisen profitieren.
- Mit der Aufgabenbörse kann ein didaktischer Ansatz implementiert werden, der Studierende vor allem in der - an Bedeutung zunehmenden - Selbstlern-Phase unterstützt. Das Verarbeiten von Stoff und die Anwendung der Theorie auf Erfahrungen aus der Praxis sowie das Arbeiten in einer Lerngruppe werden damit unterstützt.
- Die Aufgabenbörse kann in eine LMS-Umgebung (Moodle) integriert werden.
Langfristig kann so ein Vorrat an Aufgaben / Lösungen von guter Qualität aufgebaut und zur Wiederverwendung für unterschiedliche Studienjahrgänge zur Verfügung gestellt werden. Zudem wird mit der Aufgabenbörse eine Plattform geschaffen, um Aufgaben bzw. Lösungen zu diskutieren und auszutauschen.
Vorgehen
Das Datenmodell (insbesondere Benutzerrechte) und das Design-Konzept werden einem Review unterzogen und
überarbeitet bevor die Datenbank erstellt wird. Als erste Funktionalität wird das Erfassen einer Aufgabe
programmiert und getestet, AAI wird implementiert und das Lizenzmodell bestimmt.
Nach einem Code-Review werden die weiteren Funktionen sowie das Admin-Backend umgesetzt und getestet.
Es folgen Integrationstests und Benutzertests.
Das Add-in und der Moodle-Webservice werden programmiert und getestet. Sobald Moodle 2.x an der zhaw verfügbar ist,
folgen Integrationstests und die Aufnahme des produktiven Betriebs.
Parallel zur technischen Umsetzung wird ein Modell für Betrieb, Finanzierung sowie Zugang anderer Hochschulen erstellt und der Einsatz der Aufgabenbörse an weiteren Hochschulen (weiteren LMS) evaluiert.
Technische Details
Die Aufgabenbörse wird als webbasierte Datenbankapplikation realisiert. Objekte und Metadaten werden in
der Datenbank gehalten. Es werden Webservices programmiert, um Objekte und Metadaten über die allgemeine
Browser- bzw. die Moodle-Schnittstelle auszuliefern.
Die Applikation wird so konzipiert, dass Mehrsprachigkeit möglich ist.
Moodle muss für den Zugang zur Aufgabenbörse ergänzt werden, d.h.:
- Realisieren der Benutzerschnittstelle und
- Zugang auf eine externe Datenbank ermöglichen.
Requests für die Webservices werden programmiert. Die Anwendung wird serverseitig in php entwickelt und kann auf Webservern mit unterschiedlichen Betriebssystemen betrieben werden. Clientseitig werden DHTML und Javascript eingesetzt. Die Datenbank basiert auf mySQL, eine Migration auf andere SQL-Datenbanken ist dank Datenkapselung problemlos möglich. Standards werden soweit wie möglich eingehalten (IMS-LTI, SOAP etc.)
