Schweizer Jugend surft
Wissen Sie, in welchen Internetforen Ihr Kind regelmässig unterwegs ist? Falls nicht, geht es Ihnen wie den meisten Eltern. Das zeigt die jüngste Umfrage des Junior Web Barometers von SWITCH. Demnach haben 69 Prozent der befragten 13- bis 20-Jährigen auf Ihrem Heimcomputer vollen Zugriff auf sämtliche Webinhalte.
Um herauszufinden, wie das Verhalten von Kindern und Jugendlichen im Internet aussieht, hat SWITCH im Juni/Juli 2009 eine umfassende Umfrage zum Thema initiiert. Bei den Befragten handelt es sich allesamt um ehemalige Teilnehmer des Junior Web Awards, die im Zuge dessen gemeinsam eine eigene Website gestaltet haben. Im Fokus der Studie steht die Selbsteinschätzung der Schüler: Wie sie ihr Internet-Know-how und das ihrer Eltern und Lehrer einordnen, wozu sie das Internet nutzen, ob sie ihren Internetkonsum im Griff haben und sich überhaupt der möglichen Gefahren bewusst sind.
Insgesamt beteiligten sich 27 Lehrpersonen sowie 575 Schüler an der anonymen Umfrage, wobei die Gruppe der Kinder (6 bis 12 Jahre) und die der Jugendlichen (13 bis 20 Jahre) separat befragt wurde.
Auszüge der aufschlussreichen „Geständnisse“
Knapp die Hälfte der Schüler nutzt laut Umfrage das Internet täglich, Jungs (55 Prozent) deutlich häufiger als Mädchen (39 Prozent). Während Kinder zwischen 6 und 12 Jahren das Internet hauptsächlich zum Spielen nutzen, sind Jugendliche vorwiegend an Chats, E-Mail-Austausch und der virtuellen Pflege von Freundschaften interessiert.
Auf die Frage, wie es um das eigene Internetwissen bestellt ist, zeigt sich die Gruppe der Jugendlichen besonders selbstbewusst: 85 Prozent schätzt sich hier „gut“ oder „sehr gut“ ein, das Web-Know-how ihres Hauptlehrers vergleichsweise schlecht (57 Prozent). Bei den Sechs- bis Zwölfjährigen sieht dies schon anders aus: Hier halten 77 Prozent den Hauptlehrer für kompetent – sich selbst hingegen nur 64 Prozent.
Grosse Unterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen gibt es ebenfalls, was das Gefahrenbewusstsein betrifft: Laut Umfrage haben 30 Prozent der 6- bis 12-Jährigen Angst davor, im Internet „auf böse Menschen“ zu treffen oder auf Dinge, die ihnen Angst machen könnten (24 Prozent). Recht sorgenfrei verläuft der Surf-Alltag der 13- bis 20-Jährigen – mal abgesehen von der Befürchtung, Opfer unerwünschter Spam-Lawinen zu werden (15 Prozent) oder auf „falschen“ Webseiten zu landen (14 Prozent).
Eine Zusammenfassung der Umfrageresultate erhalten Sie, indem Sie auf das Bild klicken. Die Angaben sind selbstverständlich anonymisiert.

