Live-Übertragung im Internet: Konferenz zum nachhaltigen Umgang mit Resourcen in Davos und Nagoya

28. August 2009 / Marco D'Alessandro

Die R’09 und das erste "World Resources Forum" (WRF) finden vom 14. - 16. September 2009 zeitgleich in Davos und japanischen Nagoya statt. Dank modernster Videoconferencing-Technologie fliegen die Teilnehmenden nicht mehr von Kontinent zu Kontinent – und die Umwelt wird nicht belastet.

Bereits zum 9. Mal dreht sich an der R’09 sowie am WRF in Davos alles um Energie- und Ressourcen-Effizienz. Die Konferenz wird von der Empa in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) und dem EcoTopia Science Institute der Universität Nagoya organisiert. Ziel ist es, Material- und Energieeffizienz von Produkten und Prozessen zu verbessern – und zwar in der Produktion, während der Nutzung, aber auch beim Recycling der Produkte.

"Grüne" Nutzung modernster Informations- und Kommunikationstechnologien

Wie man moderne Informations- und Kommunikationstechnologien einsetzen kann, um Ressourcen zu schonen, demonstriert der Kongress vor Ort durch ein Videoconferencing-System gleich selbst. Das "virtuelle" Auditorium in Davos und spiegelverkehrt in Nagoya ist zweigeteilt; die eine Hälfte ist jeweils real, auf der anderen Hälfte sehen die Teilnehmer am einen Ort die Teilnehmer am anderen, und zwar in Full-HD-Qualität. Die Referenten treten abwechselnd in Japan und in der Schweiz "live" auf und können mit sämtlichen Teilnehmern – egal an welchem Ort – interagieren, zum Beispiel nach dem Vortrag deren Fragen beantworten. Und das alles in Echtzeit.

Die Datenübertragung erfolgt über das leistungsfähige Wissenschaftsnetz von SWITCH. Videokonferenzen dieser Art sind dank der hervorragenden internationalen Zusammenarbeit von SWITCH mit anderen akademischen Netzen ohne aufwändige Zusatzinvestitionen möglich. Für die Konferenz musste lediglich eine kurze Glasfaserleitung vom Kongresszentrum zum nächstgelegenen Netzwerk-Knoten von SWITCH gelegt werden.

Ausserdem gibt es an beiden Konferenzorten noch je zwei "Hot Spots" für informelle Meetings und Besprechungen – in der Lounge und im Kaffeebereich, jeweils mit Grossbildschirm, Mikros und Kameras. Cisco stellt eine ihrer Markt führenden Technologien, das "TelePresence" Videoconferencing-System, zur Verfügung.

Und am WRF kann man gar gänzlich virtuell (und daher noch umweltschonender) teilnehmen – über den von der Stiftung Mercator Schweiz initiierten "WRF Student Reporter" Blog. Zehn internationale Studenten werden live aus Davos bloggen und Hintergrundberichte, Interviews, Impressionen direkt via Internet auf den PC liefern.
 


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