Streit um Internetadressen: Expertenmeinung gefragt
25. März 2009 / Marco D'Alessandro
Gute Nachrichten pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum des Streitbeilegungsdienstes von SWITCH: Die Bilanz 2008 zeigt klar, dass es auch ohne Gerichte geht – nicht jedoch ohne professionellen Expertenrat. Ein Blick auf die jüngste Verfahrensstatistik 2008 verrät: Das Gros der beteiligten Parteien lässt es schlussendlich nicht auf einen Prozess ankommen. 25 Prozent aller Streitfälle lösten sich bereits im Vorfeld der Schlichtung einvernehmlich auf, 88 Prozent konnten mit dem Expertenentscheid ad acta gelegt werden. Vier Verfahren sind noch hängig. Besonders erfreulich: 2008 gab es – wie im Jahr zuvor – keinen einzigen Fall, bei dem das Schlichtungsverfahren ergebnislos eingestellt werden musste. |
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Darüber hinaus gab es seit Bestehen des Streitbeilegungsdienstes noch nie derart viele Fälle wie 2008, bei denen erst ein Expertenentscheid für Klärung sorgen konnte: Acht Fälle wurden im Vorfeld der Schlichtungsverfahren beigelegt, ein Fall konnte telefonisch bereinigt werden und in 19 Fällen (entspricht 60 Prozent der Verfahren insgesamt) war ein Expertenentscheid gefragt. Zumeist fiel dieser im Sinne des Antragsstellers auf Übertragung des strittigen Domain-Namens aus. Fünfmal hingegen wurde das Gesuch des Antragstellers abgelehnt und der Halter durfte den strittigen Domain-Namen behalten. |
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