Schweizer Jugendliche im Chat-Fieber

7. Februar 2012 / Marco D'Alessandro

Die Umfrage SWITCH Junior Web Barometer untersucht, wie sich Kinder und Jugendliche im Internet verhalten. Die jüngste Umfrage zeigt auf: Je älter die Befragten, desto mehr wird gechattet.

Bei den Befragten handelt es sich allesamt um ehemalige Teilnehmer des Junior Web Awards, die im Zuge dessen gemeinsam eine eigene Homepage gestaltet haben. Im Fokus der anonymen Jahresumfrage steht seit 2009 die Selbsteinschätzung der Schüler: Wie bewerten sie ihr Internet-Know-how, das ihrer Eltern und Lehrer? Wozu nutzen sie das Internet und wie oft? Haben sie ihren Internetkonsum im Griff? Und in welchen Social-Media-Plattformen sind sie aktiv? Mitgemacht haben diesmal 274 Schülerinnen und Schüler.

Mit 84 Prozent die absolute Mehrheit der befragten 13- bis 20-Jährigen nutzt das Internet zum Chatten, dicht gefolgt vom Musik-Download (78 Prozent). Aber auch das Versenden von E-Mails und Kontaktpflege steht bei den Jugendlichen ganz oben auf der Liste. Nicht ganz so oft, aber noch mehr als die Häfte (51 Prozent) der jüngsten Befragten gab an, ihre Zeit im Internet vorwiegend mit Chatten zu verbringen. Noch beliebter ist in dieser Gruppe allerdings das Online-Spielen, das 53 Prozent der jüngsten Befragten als Haupt-Internetbeschäftigung angaben. Immerhin: In dieser Gruppe rangiert das Erledigen der Schulaufgaben im Internet noch auf Platz 3 – und damit deutlich weiter vorne als bei den älteren Jugendlichen.

73 Prozent der befragten 17- bis 20-Jährigen, 64 Prozent der 13 bis 16-Jährigen und 23 Prozent der jüngsten Gruppe sind mindestens einmal pro Tag zu surfen. Wie und wo das geschieht, ist ganz unterschiedlich: Auf dem eigenen Computer, in der Schule, bei den Eltern, Geschwistern oder Freunden.

Die Studie ergab zudem: Eine Kontrolle darüber, welche Webseiten die Jugendlichen konsumieren, ist fast unmöglich: 95 Prozent der 17- bis 20-Jährigen und 81 Prozent der 13- bis 16-Jährigen hat vollen Zugriff auf einen Rechner und die Webinhalte. Nachdenklich stimmt dabei vor allem, dass fast ein Drittel der Sechs- bis Zwölfjährigen ebenfalls unkontrollierten Zugriff auf Webseiten hat.


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