Smartphones und Tablets sind in Kinderhänden

22. Januar 2013 / Marco D'Alessandro

Der Weg ins Internet wird für die Schweizer Kinder und Jugendlichen dank mobilen Geräten immer einfacher. Schon in der Primarschule gehören Smartphones zum Alltag. Immerhin beruhigend: Die Ergebnisse des vierten SWITCH Junior Web Barometers bestätigen den Trend hin zu einem vorsichtigeren Umgang mit persönlichen Daten im Netz.

Die Online-Studie SWITCH Junior Web Barometer fühlte bereits zum vierten Mal in Folge den Puls der Schweizer Kinder und Jugendlichen in Sachen Internetkonsum und Social Media. Bei der neuesten Umfrage haben 600 Schülerinnen und Schüler mitgemacht. Dies entspricht einem Rekord und stützt die Qualität der Ergebnisinterpretation.

Gamen, Musik hören und chatten
Die Internetnutzung der Kinder und Jugendlichen spielt sich nicht nur auf dem Computer zu Hause und in der Schule ab, sondern immer häufiger auf dem persönlichen Smartphone oder Tablet. Diese Geräte gehören bei der Freizeitgestaltung und Kontaktpflege der jungen Generation einfach dazu.

Bereits in der Altersklasse der Sechs- bis 13-Jährigen besitzen drei Fünftel der Kinder ein Smartphone oder Tablet. Rund die Hälfte dieser Kinder können sich so alle Internetseiten anschauen, ohne dass sie von den Eltern kontrolliert werden. Hoch im Kurs sind in dieser Alterskategorie die Online-Spiele (65 Prozent vs. 53 Prozent im Jahr 2011).

Von den 13- bis 20-Jährigen verfügen fast alle über ein Smartphone oder Tablet. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Chatten ganz oben auf der Hitliste stand (76 Prozent vs. 84 Prozent im 2011), wird heute öfter Musik heruntergeladen und konsumiert (82 Prozent vs. 78 Prozent im 2011). Die 13- bis 20-Jährigen befinden sich ausserdem auf immer mehr Plattformen, wobei Facebook, YouTube und WhatsApp zuoberst auf der Hitliste stehen. Da die Anzahl der besuchten Plattformen steigt, sinkt entsprechend die Zeit, die Jugendliche jeder einzelnen davon widmen können.

Kinder geben nicht mehr so viel preis
Es scheint eine allgemeine Sensibilisierung in Bezug auf soziale Plattformen stattzufinden. Ein Indiz ist die restriktivere Bekanntgabe von persönlichen Informationen insbesondere bei den Jüngsten: Während 2011 noch 80 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen ihren korrekten Namen im Internet veröffentlicht hatten, sind es dieses Jahr nur noch 43 Prozent. Fotos veröffentlichen noch 38 Prozent, was einer Abnahme von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ihre E-Mail-Adresse geben 43 statt zuvor 56 Prozent an. Diese Tendenz dürfte auf ein leicht höheres Interesse der Eltern an den Aktivitäten ihrer Kinder in sozialen Netzwerken zurückzuführen sein.

Über SWITCH
SWITCH hat als Partnerin der Hochschulen vor 25 Jahren das Internet in die Schweiz gebracht. Heute entwickelt die Non-Profit-Organisation mit 100 Mitarbeitenden am Sitz in Zürich Internetdienste für Lehrende, Forschende, Studierende sowie für kommerzielle Kunden. SWITCH steht für Sicherheit im Internet.
 


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