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SWITCH begrüsst Aufgabentrennung bei Vergabe von .ch-Internet-Adressen

Vom 13. Februar 2014 bis am 17. April 2014 findet die öffentliche Anhörung der neuen Verordnung über die Internet-Domains (VID) statt. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass Endkunden ihre .ch-Internet-Adressen in Zukunft nicht mehr direkt bei SWITCH registrieren können, sondern nur bei einem Registrar. SWITCH begrüsst diese neue Regelung.

Publiziert am 14.02.2014

Die Stiftung SWITCH ist heute für .ch-Domain-Namen vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) mit einer Doppelrolle beauftragt: Einerseits ist sie in der Rolle als Registry für den Betrieb der Domain-Namen-Datenbank zuständig. Andererseits ist SWITCH verpflichtet, den Endkunden .ch-Domain-Namen in der Rolle als Registrar direkt zu verkaufen. Diese Doppelrolle soll beendet werden. SWITCH fokussiert sich ab 2015 auf die regulierte Tätigkeit als Registry. Damit sorgt sie weiterhin für den sicheren und stabilen Betrieb der .ch-Länderendung.

Regulierung nicht mehr notwendig

"Wir begrüssen diese Trennung von hoheitlicher, regulierter Aufgabe und Endkundengeschäft. SWITCH hat im Laufe der Jahre einen gut funktionierenden Markt für Domain-Namen aufgebaut", hält Dr. Andreas Dudler, Geschäftsführer von SWITCH, fest. "Heute gibt es rund 60 Registrare, die den Endkunden mit ganzheitlichen Dienstleistungen zur Auswahl stehen. Darunter auch switchplus, unsere Tochtergesellschaft, die ihrerseits .ch-Domain-Namen im Angebot hat. Als neutrale, unabhängige Stiftung konzentrieren wir uns künftig auf den sicheren und stabilen Betrieb der Registry und auf unsere Dienstleistungen für die Schweizer Hochschulen."

Geregelter Prozess

SWITCH und das BAKOM haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die den Transfer der Endkunden von SWITCH auf die Registrare regelt und begleitet. Sobald das BAKOM Termine und Transferprozesse festgelegt hat, wird SWITCH ihre Kunden rechtzeitig darüber informieren.

Die Registry: für ein sicheres und stabiles Schweizer Internet

Mit dem Betrieb der DNS (Domain Name System) Infrastruktur für .ch sorgt SWITCH für ein stabiles, ausfallsicheres Schweizer Internet, macht es weltweit verfügbar und schützt es vor Angriffen. Der Schutz des Internets in der Schweiz hat für SWITCH oberste Priorität. So bekämpft das renommierte Computer Emergency Response Team (CERT) von SWITCH seit 2010 erfolgreich Malware (schädliche Software) auf Schweizer Webseiten. Dadurch gehört die Top Level Domain .ch zu den sichersten der Welt. Die Registry von .ch ist eine kritische Infrastruktur für die Schweiz und muss deshalb besonders hohe Sicherheits-Standards erfüllen. SWITCH garantiert mit langjähriger Erfahrung und ausgewiesenem Leistungserfolg für das robuste Design und den stabilen Betrieb dieser kritischen Infrastruktur. Auf internationaler Ebene pflegt SWITCH wichtige Kontakte, arbeitet mit den Behörden zusammen und engagiert sich in Organisationen wie ICANNCENTRIGFITUOECDENISADNS-OARCIETFFIRST und die Anti-Phishing Working Group.

Begriffserklärungen

Registry

Als Registry werden Organisationen verstanden, die den Betrieb des Domain Name Systems (DNS) eines jeden Landes zentral verwalten. Diese sind insbesondere für die Vergabe von Domain-Namen des jeweiligen Landes zuständig (z.B. nic.at für Österreich oder denic.de für Deutschland). In der Schweiz ist SWITCH vom BAKOM bzw. vom Amt für Kommunikation des Fürstentums Liechtenstein mit der Vergabe von Domain-Namen der Länderendungen .ch und .li betraut.

Registrar

Als Registrar werden Unternehmen verstanden, die ihren Kunden die Registrierung von Domain-Namen und zusätzliche Dienstleistungen wie beispielsweise E-Mail oder Web-Hosting anbieten. Der Registrar agiert somit als Wiederverkaufspartner der Registry und ist Schnittstelle zwischen Registry und dem Endkunden (Domain-Namen-Halter).

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