Diese Story ist aus der Kategorie Dienstleistungen und dem Dossier Vernetzung

Für Himmelsstürmer ist kein Berg zu hoch

SWITCH steht für mehr Leistung in der digitalen Welt. Mit ihrer weitsichtigen Planung stellt SWITCH sicher, dass zu jedem Zeitpunkt mehr als genug Leistung für alle Kunden zur Verfügung steht.

Text: Daniel BertoloGuido Biland, publiziert am 19.04.2017

Wegen ihrer Grösse beneiden die Benelux-Staaten die Schweiz wahrscheinlich nicht. Aber auf etwas sind sie garantiert neidisch: unser Lawinenbulletin. Denn wo es ein Lawinenbulletin gibt, gibt es schöne Berge, glitzernden Schnee und Wintergaudi pur. Die ersten Lawinenbulletins erschienen bereits 1945, damals noch im Wochenrhythmus. 1997 wurde auf Tagesrhythmus umgestellt, und seit 2012 erscheint es zweimal täglich in vier Sprachen. Für Sicherheitsverantwortliche, Bergführer und pistenmüde Schneesportler ist das Lawinenbulletin eine unentbehrliche Informationsquelle. Es kann Leben retten.

Lawinenbulletin

Wie und wo es produziert wird, ist weniger bekannt. Verantwortlich dafür ist das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos. Das Institut gehört zur Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, einer Forschungsanstalt des ETH-Bereichs. Im SLF ist das Team Lawinenwarnung zuständig. Es sammelt, analysiert und verarbeitet laufend Daten von 200 Beobachtern und 180 automatischen Messstationen im Feld. Daraus entsteht das berühmte Lawinenbulletin.

Doch was hat SWITCH damit zu tun? Ohne SWITCH würde das Lawinenbulletin das Davoser Büro nicht verlassen. Dass es zweimal täglich zuverlässig in das digitale Universum befördert wird, verdankt es dem Hochleistungsdatennetz von SWITCH, seit 1989 bekannt unter dem Namen SWITCHlan. Das SLF ist seit 2006 redundant an SWITCHlan angeschlossen.

Datennetz der Superlative

Kein Aktivum symbolisiert die Leistung von SWITCH besser als SWITCHlan. Es ist ein Datennetz der Superlative, denn es wurde für einen einzigen noblen Zweck konzipiert: Datentransport im Dienst der Wissenschaft. Seine überragenden Eigenschaften in wenigen Worten: unerschöpfliche Kapazität, geringe Komplexität, globale Interkonnektion. Es gibt keine Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule oder namhafte Forschungseinrichtung in der Schweiz, die nicht an SWITCHlan angeschlossen ist. Sogar weltberühmte Institutionen wie das CERN und das PSI sind dabei.

Leistungsreserven

Zunehmend interessieren sich auch Forschungs- und Entwicklungsabteilungen aus der Privatwirtschaft für SWITCHlan. Sie schätzen die Leistungsreserven ebenso wie die mit der SWITCH-Infrastruktur verbundene Stabilität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Diese neuen Kunden agieren global und benötigen einen direkten Anschluss an internationale Forschungsnetze, mit denen SWITCHlan verbunden ist.

Für SWITCH ist dieses Interesse positiv. Forschung ist immer häufiger eine öffentlich-private Partnerschaft mit internationalen Kooperationen. Die zusätzlichen Einnahmen durch die wachsende Anzahl Kunden sichern den vorausschauenden Ausbau der Netzwerkinfrastruktur und leisten einen willkommenen Beitrag an die Finanzierung von Innovationsprojekten zugunsten der SWITCH-Community.

SWITCH kann heute flexibel und kurzfristig neue Verbindungen zwischen beliebigen Punkten innerhalb von SWITCHlan bauen. Die Verbindungen sind äusserst stabil: Faserunterbrüche werden vom System selbstständig erkannt und die betroffenen Kanäle umgeleitet. Voll ausgebaut, könnte SWITCHlan zurzeit auf 88 Kanälen Daten mit einer Geschwindigkeit von je 100 Gigabit pro Sekunde übertragen. Es hat noch etwas Platz neben dem Lawinenbulletin.

 

Weitere Infos:
SWITCHlan Webseite (https://www.switch.ch/network/)
Story-Dossier (https://www.switch.ch/dossiers/networking/
Lawinenbulletin (http://www.slf.ch)
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