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Patientendossiers in den Fängen von Cyberkriminellen

Publiziert am 19.09.2016

Elektronische Patientendossiers erleichtern den schnellen Austausch zwischen Institutionen auch über die Landesgrenzen hinaus. Doch was auf der einen Seite eine enorme Bereicherung darstellt, birgt ebenso Gefahren: Cyberkriminalität macht auch vor Gesundheitseinrichtungen nicht Halt. Das Gesundheits-Fachmagazin Curaviva befragte Martin Leuthold, Head of Security bei SWITCH, in der neusten Ausgabe zu den wachsenden Internet-Verbrechen im Gesundheitswesen.

Leuthold verwies auf neuste Berichte, die zeigen, dass der Gesundheitssektor heute bereits an zweiter Stelle der bevorzugten Angriffsziele von Internetkriminellen steht – also noch vor den Banken und der Industrie. Er warnte vor einer zunehmenden Bedrohung: Medizinaltechnologie werde intern immer stärker vernetzt, sei aber für die im Internet herrschende Bedrohungslage nicht gewappnet. Spitäler würden sehr komplexe Informationssysteme betreiben und sehr hohe Datenmengen verarbeiten und speichern. Dazu käme, dass die grösste Schwachstelle wohl immer der Mensch bleibe, der zum Beispiel irrtümlicherweise ein schädliches Phishing-Mail öffne. Ausserdem entwickelte sich das organisierte Verbrechen im Internet so schnell, dass "Good Practice" in der IT-Security von Spitälern nicht ausreiche. Die Abwehr müsse verstärkt werden. Was es braucht, ist "die Bündelung der Mittel in gemeinsamen Kompetenzzentren", so Leuthold.

Lesen Sie den gesamten Bericht von Curaviva inklusive der von SWITCH zusammengestellten Übersicht, mit welchen Massnahmen man sich gegen Internet-Verbrechen schützen kann:

Artikel „Patientendaten sind lukrative „Geiseln“, erschienen in Curaviva, September 2016 (deutsch)
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