Diese Story ist aus der Kategorie Dienstleistungen und dem Dossier Identity Management

Vorreiterrolle im Identitätsmanagement

SWITCH steht für mehr Komfort in der digitalen Welt. Die neue Identitätsmanagement-Lösung SWITCH edu-ID ist optimal auf die heutigen Bedürfnisse der Hochschulbildung und -forschung zugeschnitten. Breit abgestützte Forschungsvorhaben wie die Nationale Förderinitiative «Personalisierte Medizin» können davon besonders stark profitieren.

Text: Christoph GrafGuido Biland, publiziert am 29.03.2017

Eine Kernkompetenz von SWITCH ist das hochschulübergreifende Identitätsmanagement in der akademischen IT-Landschaft. 2005 lancierte SWITCH die Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastruktur SWITCHaai. Damit erhielten Hochschulangehörige erstmals ein Benutzerkonto mit einem Login, das sie auch für die IT-Ressourcen anderer Hochschulen verwenden konnten. Die Pionierleistung wurde sehr rasch zum nationalen Standard und setzte ihre Erfolgsstory im Ausland fort. Die SWITCHaai-Identität ist jedoch an eine aktive Rolle in einer Schweizer Hochschule gekoppelt. Verlässt der Inhaber die Hochschule, erlischt sein Benutzerkonto und mit diesem seine Identität.

Benutzerzentrierte Lösung

Diese Einschränkung beseitigt die Nachfolgelösung SWITCH edu-ID. Dieses Benutzerkonto ist ausschliesslich an den Inhaber gekoppelt und daher lebenslang gültig. Ändert sich die Rolle, wird die Identität entsprechend angepasst. Personen mit einer SWITCH edu-ID können Ressourcen der Hochschul-Community jederzeit nutzen, sofern sie von einer autorisierten Person entsprechende Rechte erhalten haben. Diese Flexibilität vereinfacht die Verwaltung von persönlichen Datenbeständen und zahlt sich insbesondere in der Forschungszusammenarbeit aus.

Die Identity-Management-Konzepte und -Lösungen von SWITCH werden wesentlich zum Erfolg von SPHN beitragen.

Prof. Dr. Torsten Schwede, Universität Basel, SIB Schweizerisches Institut für Bioinformatik, Executive Board SPHN

Personalisierte Medizin

Der Nutzen lässt sich am Beispiel der Nationalen Forschungsinitiative "Personalisierte Medizin" veranschaulichen. Die Initiative will die Grundlage schaffen, um Daten im Gesundheitswesen für die Forschung und Innovation in der nötigen Qualität verfügbar zu machen. Sie wird als nationale Verbundaufgabe zwischen Hochschulen, Spitälern und Förderorganen umgesetzt – darauf haben sich swissuniversities, ETH-Rat, SNF, SIB und SAMW geeinigt. Die SAMW hat vom Bund den Auftrag erhalten, eine Aufbauorganisation für ein Swiss Personalized Health Network (SPHN) einzurichten und zu koordinieren. Dieses Netzwerk soll eine Harmonisierung der unterschiedlichen Datentypen und Informationssysteme gewährleisten und den für die Forschung notwendigen Datenaustausch ermöglichen. Auf technischer Ebene wird die Interoperabilität von gesundheitsrelevanten Daten, wie zum Beispiel klinische Patientendaten, molekulare "omics"-Daten, Messungen von Sensoren oder Laborbefunde durch das Datenkoordinationszentrum am SIB Swiss Institute of Bioinformatics sichergestellt. Das Zentrum ermöglicht den Forschern, Daten aus verschiedenen verteilten Plattformen für wissenschaftliche Studien zu nutzen: Universitätsspitäler, Universitäten inkl. ETH/EPF und "omics"-plattformen (Genomics, Proteomics, Metabolomics) machen den Anfang. Später werden weitere Daten folgen, zum Beispiel Referenzdaten von gesunden Vergleichsgruppen, Daten von anderen Dienstleitern im Gesundheitsbereich oder auch Life Style Daten, die von den Bürgern selbst zur Verfügung gestellt werden ("Quantified Self").

Komfortsteigerung

Die Anforderungen an das Identitätsmanagement ergeben sich aus der Grösse und Komplexität dieser Forschungsinitiative und den hohen Anforderungen an Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit: Die Lösung muss in der Lage sein, berechtigten und eindeutig identifizierten Personen aus verschiedenen Disziplinen, Projekten, Organisationen und Nationen auf der Grundlage einer gemeinschaftlich organisierten Infrastruktur einen unkomplizierten und sicheren Zugang zu spezifischen Ressourcen zu gewähren. Einfachheit und Komfort sollen auf der einen Seite dort entstehen, wo die Daten gesammelt, verwaltet und zur Verfügung gestellt werden, und auf der anderen Seite dort, wo die Forschenden auf diese Daten zugreifen, um sie zu analysieren.

Die vom Bund unterstützte Lösung SWITCH edu-ID erfüllt diese hohen Anforderungen. Sie basiert auf internationalen Standards und vereinfacht die Forschungszusammenarbeit und das lebenslange Lernen durch einen innovativen Ansatz, der den Nutzer des Dienstes ins Zentrum stellt und nicht mehr seine temporäre Rolle in einer bestimmten Organisation.

SWITCH entwickelt ihre Identitätsmanagement-Lösung gemeinsam mit ihren nationalen und internationalen Partnern in der Hochschul-Community weiter.

Weitere Infos:
SWITCH edu-ID Projekt Website (https://projects.switch.ch/eduid/)
Identity Blog (https://identityblog.switch.ch/)
Story-Dossier (http://www.switch.ch/dossiers/identity-management/)
Swiss edu-ID bei swissuniversities (https://swit.ch/edu-id@swissuniversities)
Nationale Förderinitiative "Personalisierte Medizin" (https://www.sbfi.admin.ch/)
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