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E-Assessment zwischen Vision und Praxis

Am 9. und 10. Februar fanden an der Università della Svizzera italiana (USI) die eduhub days statt. Das Trendthema E-Assessment lockte E-Learning-Experten aus über 30 Organisationen an.

Text: Nathalie RothGuido Biland, publiziert am 01.03.2017

Das Programmkomitee, das jedes Jahr von SWITCH über die Educational Technology Working Group (ETWG) neu rekrutiert wird, wählte für die 9. Auflage der eduhub days das Thema "E-assessment from vision to practice: exploring new scenarios". Das Interesse der Schweizer E-Learning Community war gross: Für die 21 vorgesehenen Slots wurden 28 Beiträge eingereicht. Bei rekordhohen 148 Anmeldungen konnte das Platzangebot nicht ganz mithalten. Die Aussicht auf mehr Komfort und Effizienz bei der Organisation, Durchführung und Benotung von Prüfungen lockte Teilnehmende aus allen Ecken der Schweiz nach Lugano.

Intensiver Erfahrungsaustausch

Die Erfahrungsdichte im Bereich E-Assessment scheint in der Community besonders hoch zu sein. Einen Überblick über bereits existierende und erprobte Tools, Methoden oder Szenarien gaben die "Show & tell"-Sessions. Während den "Semi-Plenaries" wurden praktische Erfahrungen an Schweizer Hochschulen präsentiert. Sehr spannend war der Vortrag von Jacqueline Gasser-Beck, Geschäftsführerin IRP-HSG der Universität St.Gallen, zum Thema "Legal Framework for e-assessments – why security issues, personal data protection and copyrights matter".

In den "Debate & open questions"-Sessions ging es um Szenarien, die sich in naher Zukunft an den Schweizer Hochschulen realisieren könnten.

In den zahlreichen Beiträgen wurde deutlich, wie stark das Thema E-Assessment mit anderen E-Learning-Themen verflochten ist. Einige Stichworte dazu: Moodle, BYOD, Flipped Classroom, E-Portfolio, Authentifizierung, teambasiertes Lernen, Mobile Learning, Infrastruktur-Komponenten, Zertifizierung. Gerne diskutiert wurden auch Erfahrungen mit dem Safe Exam Browser (siehe Box).

Hauptredner aus Deutschland und Australien

Viel Inspiration konnten die Teilnehmenden aus den beiden Hauptvorträgen schöpfen. Zum Thema "eEducation in the 21st century: new approaches towards learning, teaching and assessment" sprach Jürgen Handke, Professor am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Philipps-Universität Marburg. Dort wird bereits mit Robotern als Prüfungsexperten experimentiert. "Assessing for quality decision making" war am Tag darauf das Thema von Geoffrey Crisp, Professor und Pro-Vice Chancellor (Education) an der University of New South Wales in Sydney. Die Vorträge sind auf SWITCHtube publiziert.

Präsentationen: https://tube.switch.ch/channels/95772335
Event-Infos: https://www.eduhub.ch/events/eduhub-days/eduhub-days-2017/

Safe Exam Browser

Safe Exam Browser (SEB) ist eine abgesicherte Browser-Applikation, um Online-Prüfungen auf Learning Management Systemen (LMS) zuverlässig durchführen zu können. Durch den Start der SEB-Applikation wird ein herkömmlicher Windows- oder MacOS-X-Computer in einen sogenannten Kioskmodus versetzt und somit zu einer temporär abgesicherten Arbeitsstation. SEB regelt den Zugriff auf Hilfsmittel wie Systemfunktionen, andere Websites und Programme und unterbindet die Verwendung von unerlaubten Ressourcen während einer Prüfung.

SWITCH hat 2016 zusammen mit der ETH Zürich das SEB Consortium gegründet, um die Entwicklung der Open-Source-Technologie für E-Assessments voranzutreiben.

SWITCHs Engagement für sichere Online-Prüfungen

 

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