Diese Story ist aus der Kategorie Corporate und dem Dossier Internationale Kooperationen

Mission international

Internationale Kooperationen sind matchentscheidend für die Hochschulen und den Forschungsplatz Schweiz.

Text: Andreas Dudler, publiziert am 10.10.2016

Dieses Jahr hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zum ersten Mal einen Bericht zur Forschung und Innovation in der Schweiz herausgebracht. Experten beschreiben darin, weshalb grenzüberschreitende Kooperationen essenziell sind für unser Land: Sie würden Schweizer Akteuren den Zugang zu wichtigen internationalen Netzwerken ermöglichen und der Schweiz wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Nutzen bringen. Sie kommen zum Schluss, dass das Schweizer System hinsichtlich Forschung und Innovation im internationalen Vergleich sehr leistungsfähig dastehe.

Wieso die Schweiz Spitze ist

Das ist kein Zufall, sondern das Resultat von langjährigen Bemühungen, die nun Früchte tragen: Der Bundesrat hatte 2010 mit seinem Bericht zur internationalen Strategie bezüglich Bildung, Forschung und Innovation bekundet, dass sich die Schweiz in den kommenden Jahren an der Spitze der innovativsten Länder der Welt behaupten solle. Dabei hatte die Stärkung und Erweiterung der internationalen Vernetzung oberste Priorität. Gemäss Bericht des Bundesrates sind internationale Kooperationen entscheidend für das Halten der Exzellenz in Bildung, Forschung und Entwicklung.

Gemäss dem Bundesrat sind internationale Kooperationen entscheidend für das Halten der Exzellenz in Bildung, Forschung und Entwicklung in der Schweiz.

In seiner aktuellen Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2017-2020 bestätigt der Bundesrat die Priorität dieses Politikbereiches. Internationalen Kooperationen weist er auch in Zukunft grosse Bedeutung zu.

SWITCH hat als Organisation mit einer Mission für Forschung und Lehre im Hochschulbereich seit ihrer Gründung internationale Kooperationen gepflegt, unter anderem beim Aufbau des europäischen Forschungsnetzes. SWITCH ist Mitglied von GÉANT, der Kooperationsgemeinschaft der europäischen Wissenschaftsnetze. Diese baut das gesamteuropäische Forschungs-Hochleistungsnetz mit einer Abdeckung von 35 europäischen Ländern mit insgesamt 4000 angeschlossenen Institutionen und 40 Millionen Benutzern, darunter 4 Millionen Forscher. Wir von SWITCH garantieren den Schweizer Hochschulen via GÉANT den Netzwerkanschluss an Europa – und an die Welt. Ausserdem vertreten wir sie im Austausch der Länder bezüglich Netzwerkinfrastruktur, Know-how, internationalen Standards und Strategien.

Wie SWITCH das internationale Netzwerk nutzt

Wie aber gelingt es SWITCH, diesen Pool erfolgreich zu nutzen? Anhand von einigen Beispielen können wir dies aufzeigen:

SWITCH hat die Idee zu eduGAIN in GÉANT eingebracht, also zum Authentisierungs- und Autorisierungssystem. Dank ihm können internationale Forscherteams grenzüberschreitend auf gemeinsame Forschungsressourcen zugreifen. Vorlage dafür war SWITCHaai, das in Schweizer Hochschulen im Einsatz ist. Analog dazu entwickelt sich nun eduKEEP. Die Blaupause dafür ist die Swiss edu-ID, die designierte Nachfolgerin von SWITCHaai.

SWITCH vertritt die Interessen der Schweizer Hochschulen und des akademischen Forschungsplatzes Schweiz.

An eduroam beteiligte sich SWITCH seit dessen Anfängen. eduroam ist ein weltweiter Authentisierungsdienst für WLAN zugunsten der Forschungs- und Hochschulgemeinschaft. Seine Wurzeln liegen in Europa, doch der Dienst entwickelte sich zu einer weltweiten Erfolgsstory.

Ein Bereich, in dem internationale Kooperation unabdingbar ist, ist Security. Weil Cybercrime keine Grenzen kennt, arbeitet unser Computer Emergency Response Team (SWITCH-CERT), eng mit weltweiten Schwesterorganisationen zusammen.

Eine andere Situation zeigt sich im Geschäftsfeld Procurement: Im Austausch mit internationalen Partnern erwirbt SWITCH Know-how, zum Beispiel über Lizenzbedingungen und Konditionen von Softwareherstellern. So half SWITCH den Hochschulen, Beträge in Millionenhöhe zu sparen.

Im jungen Geschäftsfeld Infrastructure & Data Services gestaltet sich die internationale Zusammenarbeit sehr informell. Nichtsdestotrotz erweist sie sich in einem von SWITCH initiierten Projekt zum Umgang mit Big Data bereits als sehr positiv.

Summa summarum leistet SWITCH etwas, das keine Hochschule für sich alleine leisten kann: Sie vertritt die Interessen der Schweizer Hochschulen und des akademischen Forschungsplatzes Schweiz bei der Definition und Umsetzung von Standards und Prozessen für die künftige ICT-Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit. Sie leistet einen unerlässlichen Beitrag dazu, dass die Schweiz international einen Spitzenplatz in Forschung, Entwicklung und Innovation halten kann. SWITCH tut dies auf SWITCH-typische Art. Nämlich mit der und für die Community.

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Über den Autor
Andreas   Dudler

Andreas Dudler

Seit 2012 ist Dr. Andreas Dudler Geschäftsführer von SWITCH. Der studierte Mathematiker und Informatiker vertritt diese bei GÉANT. Er setzt sich dort für Belange des Forschungsplatzes Schweiz ein, insbesondere bei Themen der länderübergreifenden Authentisierungs- und Autorisierungssysteme.

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