Diese Story ist aus der Kategorie Innovation und dem Dossier Infrastrukturservices

SCALE-UP: Neue Werkzeuge für die Datenflut

Das Projekt SCALE brachte den Schweizer Hochschulen XXL-Speicher und virtuelle Maschinen. SCALE-UP bringt Tools.

Text: Patrik Schnellmann, publiziert am 16.09.2015

40'000 Exabytes – 40'000'000'000'000'000'000'000 Bytes – umfasst die weltweit gespeicherte Datenmenge im Jahr 2020. Dies jedenfalls prognostiziert das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) in einer Studie. Der Datenberg wächst alle zwei Jahre auf das Doppelte an. Selbstverständlich ist auch die Wissenschaft mit den Herausforderungen der immens wachsenden Datenmengen konfrontiert: Nicht nur benötigt deren Speicherung eine leistungsfähige Infrastruktur; Es sind auch gute Werkzeuge nötig, welche die Analyse dieser Daten ermöglichen.

An diesem Punkt setzt das SCALE-UP-Projekt an. Sein Ziel lautet, effiziente Werkzeuge für den Umgang mit Daten zu schaffen. Neun Projektpartner aus der akademischen Community erarbeiten zu diesem Zweck zusammen mit SWITCH Cloud-Dienste für die akademische Nutzung, unter anderem für folgende Bereiche: Big Data-Analyse und verteiltes Rechnen, statistische Auswertung von Daten sowie Speicherung von grossen Datenmengen.

SCALE-UP ist der Nachfolger des SWITCH-Projektes SCALE. Es läuft von August 2015 bis Ende 2017. SCALE gelangte Mitte 2015 zum Abschluss und entwickelte die Dienstleistung SWITCHengines, welche auf einer skalierbaren, kosteneffizienten Cloud-Infrastruktur virtuelle Maschinen und Speicher bietet. Sie wird von einer aktiven akademischen Community genutzt. Das SCALE-UP Projekt baut auf den Resultaten des Vorgängers SCALE auf, und es will auch von Erfahrungen der Nutzer profitieren. Entsprechend werden Best-practice-Dokumente erstellt. Sie sollen den optimalen Einsatz der Dienste in der Lehre und Forschung fördern. SCALE-UP schafft mit einem Marktplatz auch einen Ort für künftige neue akademische Dienstleistungen. Am Schluss soll ein abgerundetes Paket von Services zum Umgang mit wissenschaftlichen Daten zur Verfügung stehen. Damit sich die Nutzer durch den Datenhaufen arbeiten können. Byte für Byte, Exabyte für Exabyte.

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Über den Autor
Patrik   Schnellmann

Patrik Schnellmann

Patrik Schnellmann ist als Cloud Project Manager bei SWITCH tätig. Er hat einen Master of Sciences in Computer Sciences sowie einen Master of Advanced Studies in Management, Technology, and Economics der ETH Zürich. Bevor er 2004 zu SWITCH stiess, sammelte er Erfahrungen in der Finanzwirtschaft und in der Bundesverwaltung.

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