Das SWITCHcast Advisory Board stellt sich vor

2017 gründete SWITCH gemeinsam mit Vertretenden aus sechs Hochschulen ein Advisory Board für SWITCHcast. Das Ziel ist es, das Video-Management-System von SWITCH gemeinsam weiterzuentwickeln, damit es auch in Zukunft optimal auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten ist. Kürzlich traf sich das Gremium zum zweiten Mal und definierte gemeinsam konkrete Massnahmen zum Ausbau der Dienstleistung.

Text: Séverine Jagmetti, publiziert am 06.04.2018

Mit der wachsenden Anzahl an Nutzenden und der steigenden Bedeutung von «Video» im Hochschulumfeld wachsen auch die unterschiedlichen Bedürfnisse. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, hat sich SWITCH entschieden, neu ein beratendes Gefäss zu gründen, das die Strukturen der Community widerspiegelt.

Das sogenannte SWITCHcast Advisory Board konstituiere sich offiziell am 24. Oktober 2017. Darin vertreten sind Ulrich Bosshard von der Universität Zürich, David Graf von der Universität Bern, Wolfgang Stettler von der ZHAW. Sie stehen stellvertretend für die grössten Kunden von SWITCHcast. Weiter wird das Board ergänzt durch Katrin Wolf von der Pädagogischen Hochschule Luzern, Niklaus Lang von der FHNW und Marco Antonini von der Universität Luzern. Diese drei Personen bilden stellvertretend die drei verschiedenen Schweizer Hochschultypen ab.

Opencast Community als solide Basis

Den technischen Kern von SWITCHcast bildet die Open Source Software Opencast, welche von einer internationalen Community weiterentwickelt wird. Die Collaborations-Spezialisten von SWITCH engagieren sich sehr aktiv in der internationalen Opencast Community. So gibt es etwa einen regen Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen an der Universität Wien oder des slowenischen Forschungsnetzwerks ARNES. Ausserdem nehmen die Experten von SWITCH auch an Opencast-Konferenzen teil oder halten Vorträge über ihre Erfahrungen mit Opencast im europäischen Hochschulumfeld.

Sven Stauber, Leiter des SWITCHcast Advisory Boards, berichtete beim zweiten Board-Meeting ausführlich über aktuelle operative und organisatorische Themen. Ganz entscheidend war die kürzlich erfolgte Angleichung von SWITCHcast an die Opencast Community Version. "Es war ein umfangreicher Release mit sehr vielen Änderungen an fast allen Stellen", betonte Stauber. Dieser Meilenstein bringt allerdings beachtliche Vorteile, die letztlich der SWITCHcast Community zu Gute kommen: weniger Kosten aufgrund der stärkeren Standardisierung, kleineres Risiko für so genannte "Regression Bugs" und deutlich erhöhte Synergien mit der Opencast Community.

Neue Features pragmatisch umsetzen

Den wichtigsten Teil des Advisory Board Meetings bildete die gemeinsame Priorisierung der eingereichten Anträge aus der SWITCH-Community für neue Funktionalitäten. Im Vorfeld hatten die Advisory Board Mitglieder User Stories gesammelt und davon zirka 50 bei SWITCH eingegeben. SWITCH erstellte für diese User Stories grobe Kostenschätzungen und erarbeitete auf dieser Basis einen Vorschlag für die Priorisierung, welche als Ausgangslage für die Diskussion diente.

Am dringlichsten erschien dem Gremium der Optimierungsbedarf im Bereich "Video Editor und Videoverarbeitung", "Permissions" und "API Erweiterung". Eine externe Software-Entwicklungsfirma wird diese Anpassungen nun bis zu den Sommermonaten aufgrund der Vorgaben des Advisory Boards umsetzen. Die Inbetriebnahme geschieht dann im August 2018 mit dem nächsten Release.

Mehrstufiges Support-Modell für die Zukunft

Auch im Bereich des Supports von SWITCHcast zählt SWITCH auf die Community. Für das dritte Quartal 2018 ist geplant, dass die IT-Experten in den Hochschulen die erste Anlaufstelle für die Nutzenden sein sollen. Die Collaborations-Leute von SWITCH definieren derzeit zusammen mit allen Hochschulen diejenigen Ansprechpersonen, die ab Herbst in diese neue Rolle schlüpfen werden. SWITCH wird diese Schlüsselpersonen an den Hochschulen entsprechend schulen und mit Dokumentationen ausrüsten. Selbstverständlich werden die Spezialisten bei SWITCH bei komplexen Fragestellungen nach wie vor zur Verfügung stehen.

Bei SWITCH hat die Community-Arbeit eine lange Tradition. Die Bildung des SWITCHcast Advisory Boards geht in dieselbe Richtung, weil sie aus der Überzeugung entstanden ist, dass aus einer enge Zusammenarbeit zwischen SWITCH und ihren Kunden der bestmögliche Nutzen für die Weiterentwicklung der Dienstleistung gezogen werden kann – was letztlich wiederum der gesamten Hochschulcommunity zu Gute kommt.

Contact

S-Stauber

 

Sven Stauber

Head of the SWITCHcast Advisory Board
+41 44 268 15 85
E-Mail

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