Diese Story ist aus der Kategorie Dienstleistungen und dem Dossier Infrastrukturservices

SWITCHdrive: Gemeinsam einen Service aufbauen

Wir zeigen, wie der beliebte Dienst SWITCHdrive in Community-Arbeit entstanden ist.

Text: Christoph Herzog, publiziert am 08.03.2016

Bedürfnisse identifizieren:

Woran mangelt es?

2012 formulieren zwei Hochschul-Informatikleiter eine Anfrage an SWITCH. In ihrem Umfeld beobachten sie ein Bedürfnis nach einer hochschulübergreifenden Plattform zum Austausch von Dateien: Hochschulangehörige benutzen unsichere Plattformen. Die beiden Hochschul-Informatikleiter möchten, dass SWITCH alternative Möglichkeiten prüft.

Verständnis stärken und Ideen bilden:

Welches ist der grösste gemeinsame Nenner?

In Workshops mit Hochschul-IT-Vertretenden verifizieren wir von SWITCH, ob es sich um ein generelles Bedürfnis der SWITCH-
Community handelt, ob alle dasselbe Bedürfnis und Verständnis haben und welches der grösste gemeinsame Nenner ist. Dabei stellt sich heraus, dass eine Möglichkeit zum sogenannten "Sync & Share" zentral ist: Hochschulangehörige sollen unkompliziert Dateien auf (mobile) Zweitgeräte oder an Kollegen verteilen können. Eine wichtige Bedingung ist dabei, dass die Daten in der Schweiz bleiben und damit dem Schweizer Recht unterstehen.

Lösungen evaluieren und selektionieren:

Was gibt es?

Wir von SWITCH evaluieren unterschiedliche Produkte. Zwei davon kommen schliesslich in die engere Auswahl.

Problemlösung durchleuchten, Prototyping & Piloting:

Wie bewährt es sich?

Wir bauen zwei Systeme auf und laden Interessierte aus verschiedenen Gruppen zum Test: Informatikdienste, Administrationsangestellte, Lehrende und Forschende. Unsere SWITCH-Mitarbeitenden nehmen ebenfalls an den Tests teil und fokussieren sich auf die technischen Aspekte des Betriebs. Wir werten alle Anwender-Rückmeldungen aus und beschliessen, einen Dienst zu lancieren.

Dienstleistung entwickeln und Launch vorbereiten:

Probiert's aus!

Auf der neuen Community-Cloud bauen wir von SWITCH nun die notwendige 
Architektur auf und integrieren das Produkt; unter anderem wird es mit AAI geschützt. Im April 2014 eröffnen wir den kostenlosen Testbetrieb für Hochschulen. Die Phase ist für uns auch wichtig, damit wir das Wissen und die Prozesse für den Betrieb aufbauen können. Ausserdem können wir aufgrund der Aufwände für den Dienst – primär Personalaufwände – einen Tarif berechnen. Die Ramp-Up-Phase wird auf Antrag der Community hin bis Ende 2015 verlängert.

Lancierung:

Es gilt ernst!

Seit Anfang 2016 ist die Testphase vorbei. Die Benutzung von SWITCHdrive ist kostenpflichtig. Damit stellen wir sicher, dass wir den Dienst nachhaltig betreiben können.

Nutzen verbreiten und stetige Optimierung:

Es geht weiter!

Mit jährlich stattfindenden Administratorentreffen stellen wir sicher, dass der Dienst die Anwenderbedürfnisse auch in Zukunft abdeckt. So erhielten Administratoren auf ihre Anregung hin ein Werkzeug, um Speicherquotas zu erhöhen.
Ausserdem wird der Erfahrungsaustausch gepflegt: Die Hochschulen interessieren sich unter anderem dafür, wie die SWITCHdrive-Nutzung intern propagiert werden kann bzw. wie man Anwender dazu bringt, vertrauliche Informationen nicht auf ausländischen Plattformen zu speichern.

Dieser Text ist im SWITCH Journal März 2016 erschienen.

 

Über den Autor
Christoph   Herzog

Christoph Herzog

Nach seinem Informatikstudium entwickelte Christoph Herzog Applikationen und leitete IT-Teams in Dienstleistungsunternehmen. Bei SWITCH ist er seit 2013 Teamleiter Applikationsdienste. christoph.herzog@switch.ch

E-Mail

SWITCHdrive in Zahlen

75% der Hochschulen ermöglichen ihren Mitarbeitenden und Studierenden den Zugang zu SWITCHdrive. Es werden über 30 Millionen Dateien geteilt und synchronisiert.

Weitere Beiträge