Seit 10 Jahren tief verankert: WG ICT Law

Die Working Group (WG) ICT Law blickt auf 10 aktive Jahre zurück. Das Spektrum der behandelten Rechtsthemen ist breit. Dank einem engagierten und treuen Teilnehmerkreis wird dieser Austauschzirkel wohl noch lange fortbestehen und wertvolle Hilfestellungen für Rechtsabteilungen der Hochschulen leisten.

Text: Floriane Zollinger-Löw, publiziert am 03.07.2018

Im Mai 2008 lud der Rechtsdienst von SWITCH zum ersten WG ICT Law Meeting nach Zürich ein. Seither gab es jährlich zwei Meetings. Eingeladen werden jeweils Expertinnen und Experten der Rechtsabteilungen sowie IT-Verantwortliche in Hochschulen, die sich in ihrem Arbeitsalltag mit Rechtsfragen auseinandersetzen. Unabhängig von den Meetings tauschen sich die Mitglieder auch über eine Mailingliste aus, die aktuell von knapp 100 Personen aus 27 Institutionen abonniert wird.

"An der WG ICT Law schätze ich insbesondere den fachlichen Austausch mit Juristen anderer Hochschulen. Er bringt mich weiter in der Bearbeitung komplexer juristischer Fragestellungen in meiner Institution."

Eliana Kohler, Verantwortliche Rechtsdienst, Università della Svizzera italiana (USI)

Die Kombination von physischen Treffen und digitaler Vernetzung aller Mitglieder funktioniert als Format für Networking, Wissens- und Erfahrungsaustausch sehr gut. Jedenfalls gelang es der Arbeitsgruppe in verschiedenen Themenfeldern Lösungen zu erarbeiten oder gemeinsame Interessensvertretungen in der Politik wahrzunehmen, so etwa im Rahmen der Revision des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF). Gemeinsam mit asut erstellte die Arbeitsgruppe 2015 ein Factsheet und reichte ein Positionspapier an den Ständerat ein. Dies war gepaart mit einem aktiven Monitoring der Entwicklungen im Parlament.

"An der Working Group ICT Law schätze ich insbesondere den Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten der Rechts- und Informatikabteilungen von Fachhochschulen, Universitäten und ETH zu aktuellen Themen. Die Vernetzung ermöglicht eine direkte konstruktive Vermittlung von Wissen und Erfahrung in einem kollegialen Umfeld. Daraus resultieren Lösungen, die letztlich der gesamten Schweizer Hochschulcommunity dienen.".

Arno Arpagaus, Verwaltungsdirektor HTW Chur und Mitglied der Hochschulleitung

Interdisziplinärer Austausch

Auch im Bereich Social Media erzielte die Arbeitsgruppe ein Resultat, das für die gesamte Hochschulcommunity von grossem Nutzen war. 2011 wurden gemeinsam Grundlagen für die individuelle Ausarbeitung von Social Media Guidelines erarbeitet. Weil dies ein Themenfeld ist, das vor allem von den Marketing-Abteilungen bewirtschaftet wird, wählte die Gruppe den interdisziplinären Ansatz und lud auch diverse Marketing-Verantwortliche zu einem gemeinsamen Treffen ein. Eine ähnliche Vorgehensweise gab es auch im Bereich des Data Life Cycle Managements. Es gelang, rechtliche und technische Spezialistinnen und Spezialisten sowie Forscherinnen und Forscher an einen Tisch zu bringen. Ein Diskurs über Grundfragen wie "Wem gehören die Daten?" oder die Erarbeitung von Management Policies löste eine positive Resonanz aus.

Insgesamt schaut SWITCH auf eine erfolgreiche Zeit rund um die WG ICT Law zurück. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle Mitglieder!

 
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Über den Autor
Floriane   Zollinger-Löw

Floriane Zollinger-Löw

Seit Juli 2014 ist Floriane Zollinger-Löw bei SWITCH als Legal Counsel tätig. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich und verfügt über die Zulassung als Rechtsanwältin in der Schweiz. Bevor sie zu SWITCH stiess, arbeitet sie bei einer wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Anwaltskanzlei in Zürich und am Handelsgericht des Kanton Aargau.

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