Zukunftsfähige Wirtschaftsmodelle entwickeln

Das Coordination Office for Scientific Information (COSI) unterstützt Hochschuleinrichtungen bei der Erarbeitung von Datenstrategien. In einem Gespräch mit Patrick Furrer, Projektkoordinator bei swissuniversities, erfahren wir, wie swissuniversities und SWITCH in diesem Bereich zusammenarbeiten und was COSI mit dem SWITCHhub verbindet.

Text: Marco Dütsch, publiziert am 25.04.2019

Was ist Ihre Aufgabe bei swissuniversities?

Ich koordiniere das Programm «Wissenschaftliche Information 2017–2020».

Wie ist die Koordinationsstelle COSI entstanden und was war der Beweggrund dafür?

Die Idee zu COSI entstand 2013, um Projektträger und deren Institutionen bei der Erarbeitung eines zukunftsfähigen Wirtschaftsmodells für ihre Projektergebnisse zu unterstützen.

Wo stehen wir heute?

Das Detailkonzept für die Koordinationsstelle wurde im Dezember 2018 zur Berücksichtigung in der BFI-Botschaft 2021–2024 beim SBFI eingereicht. Das Konzept beschreibt die Hauptziele, die Führungsstruktur und den vorgesehenen Aufgabenbereich von COSI sowie die benötigten Ressourcen.

Wie geht es nun weiter?

Es sind noch einige eher operative Details zu klären, insbesondere welche Dienstleistungen COSI den Hochschulen genau anbieten kann. Damit wird sich der Lenkungsausschuss des Programms «Wissenschaftliche Information» Ende Juni 2019 befassen.

Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit SWITCH?

SWITCH war seit Februar 2018 an der Erarbeitung des Detailkonzepts beteiligt. COSI erweitert das SWITCH-Mandat um den Bereich der wissenschaftlichen Informationsdienstleistungen. Bisher gründet die Zusammenarbeit auf einer sehr guten Basis.

Wo sehen Sie COSI in drei bis vier Jahren?

Dann wird COSI die Informationsdienstleistungen für alle Schweizer Hochschulen koordinieren. Die «Unterstützung der strategischen Koordination» sowie die wissenschaftlichen Informations- und Open-Science-Dienstleistungen werden sich auf das gesamte Tätigkeitsfeld von SWITCH auswirken. Die Koordinationsstelle wird es also ermöglichen, die Zusammenarbeit sowie die Positionierung von SWITCH und swissuniversities zu stärken. Ich hoffe ausserdem, dass aus der Mehrheit der P5-Projekte COSI-zertifizierte Dienste hervorgehen, was den Erfolg der Koordinationsstelle noch greifbarer machen würde.

Beobachten Sie in der EU Projekte und Entwicklungen, die sich auf COSI auswirken könnten?

Hier würde ich an erster Stelle die European Open Science Cloud und auf allgemeinerer Ebene auch die Roadmap für Forschungsinfrastrukturen des SBFI und der ESFRI nennen. 

An welchen anderen Themen arbeiten Sie bei swissuniversities?

Einige der Themen, welchen sich die Rektoren gemeinsam im Rahmen von swissuniversities widmen, werden in vom SBFI mitfinanzierten Programmen bearbeitet. Das von mir koordinierte Programm «Wissenschaftliche Information» ist eines davon, genau wie das derzeit in Vorbereitung befindliche und für den Zeitraum von 2021 bis 2024 geplante Programm «Open Science». Ferner wurde 2019 auch das neue Programm «Digital Skills» lanciert.

Was wünschen Sie sich für SWITCH?

Ich wünsche mir, dass SWITCH seine Strategie erfolgreich auf den Bereich der wissenschaftlichen Information ausrichtet und dass COSI zu dieser Umorientierung beiträgt. Was die Interoperabilität und Zusammenarbeit auf europäischer Ebene anbelangt, erwarte ich ferner, dass SWITCH seine weltweiten Beziehungen pflegt und weiter ausbaut und in Sachen wissenschaftliche Informationsdienstleistungen internationale Massstäbe setzt, damit das Dienstleistungsangebot von COSI über die Schweizer Grenzen hinaus Beachtung findet.

Über den Autor
Marco   Dütsch

Marco Dütsch

Seit Mai 2018 leitet Marco Dütsch bei SWITCH den Geschäftsbereich Digital Solutions & Coordination und ist Mitglied der Geschäftsleitung. Sein Geschäftsbereich umfasst die Teams von Procurement, Legal und Service Management. Zuvor war er bei verschiedenen Technologieunterneh-men in Managementpositionen tätig. Er hat einen EMBA-Abschluss der Universität Fribourg.

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