FORS setzt auf SWITCH

Für einen neuen Dienst zum Informations- und Forschungsdatenmanagement nutzt das FORS SWITCHengines. Mit SWISSUbase können Hochschulinstitutionen und deren Forschende Daten und Informationen zu ihren Forschungsprojekten gemäss den FAIR-Prinzipien verwalten und mit anderen teilen. Somit erfüllen sie die Auflagen von Forschungsförderern und Fachzeitschriften.

Text: Graeme Baillie, publiziert am 04.09.2019

In einer zunehmend datenbasierten Welt machen die schiere Menge an Informationen und die fortlaufende Erzeugung neuer Forschungsdaten den Umstieg auf einen Cloud-Ansatz nötig. Damit lassen sich die Daten auch besser kontrollieren und verwalten. SWISSUbase als eine gemeinsame Infrastruktur ist zudem kostengünstiger, und die verschiedenen Forschungszentren müssen nicht mehr jedes einzelne komplexe System verwalten und technisch weiterentwickeln. So können sich die Forschenden auf das konzentrieren, worauf sie spezialisiert sind: auf die Daten und deren Analyse.

Mit seinen 50 Mitarbeitenden ist das Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (FORS) hauptsächlich in drei Bereichen aktiv. Erstens in der Erarbeitung und Durchführung von Umfragen sowie der Sammlung und Verwaltung von Daten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg, was die Archivierung gemäss internationalen Normen umfasst. Zweitens erarbeitet es massgeschneiderte Tools und Methoden zur Vereinfachung von Prozessen und bietet Dienstleistungen an, um die Forschenden anzuleiten und sie mit Fachwissen und Best-Practices zu unterstützen. Drittens ist das Kompetenzzentrum auch mit der Abstraktion und Herleitung von Daten beschäftigt, um thematische und methodologische Schlüsse abzuleiten.

Auf der Grundlage der bewährten internen Plattform FORSbase hat das Kompetenzzentrum gemeinsam mit den Universitäten Zürich und Lausanne SWISSUbase entwickelt: eine neue modulare Lösung zum Erfassen und Teilen von Forschungsdaten, die sich auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Disziplinen und Abteilungen anpassen lässt. Das von swissuniversities im Rahmen des Programms P-5 geförderte Projekt, für das SWITCH die notwendigen Technologien bereitstellt, ermöglicht zahlreichen Institutionen und Fachrichtungen in der ganzen Schweiz auf kontrollierte Weise Zugang zu gut gepflegten Datensätzen.

Zugriffs- und Benutzerverwaltung mit der SWITCH edu-ID

Die SWISSUbase-Plattform basiert auf SWITCHengines. Sie nutzt die SWITCH edu-ID für eine gezielte Zugriffs- und Benutzerverwaltung, wobei SWITCHdrive den Datenaustausch zwischen Projektteammitgliedern und Institutionen ermöglicht.

Im Zusammenhang mit Container-Architekturen untersucht und beurteilt das FORS ferner den Umbau hin zu einem auf Mikroservices basierten Ansatz. Grundlage bildet die Enterprise-Plattform Openshift (derzeit in der Pilotphase) mit einer professionell verwalteten Installation, die ebenfalls auf SWITCHengines läuft. 

Datenspeicherung ausschliesslich in der Schweiz

Die Community-Cloud-Lösung von SWITCHengines ermöglicht die für eine solche Plattform nötige Rechen- und Speicherkapazität. Die beiden Rechenzentren in Zürich und Lausanne, Redundanz auf Objektniveau und insbesondere die Tatsache, dass 100 % aller Daten innerhalb der Schweiz gespeichert werden, stellen sicher, dass das FORS alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt und die Auflagen für die CoreTrustSeal-Zertifizierung einhält.

In der nahen Zukunft könnte die SWISSUbase riesige Datenleistungen bis 10 Petabyte benötigen, die bei Bedarf in nur wenigen Schritten ganz einfach bereitgestellt werden können. Zudem ist der Speicher vollständig s3-kompatibel, und dank des superschnellen SWITCHlan ist eine schnelle und nahtlose Datenübertragung gewährleistet. Als wichtigster Punkt ist zu erwähnen, dass die Steuerung der Daten gemäss den beiden wichtigen Standards Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit erfolgt.

Weitere Informationen:

FORScenter.ch

swissubase.ch/

switch.ch/engines

Über den Autor
Graeme   Baillie

Graeme Baillie

Graeme Baillie arbeitet seit Mai 2019 für SWITCH und ist auf Cloud-Lösungen spezialisiert. Bei seinen früheren Tätigkeiten in den Bereichen Finanzen, Telekommunikation und Bildung hat er dazu beigetragen, die Leistungsfähigkeit von Cloud- und Mikroservice-Architekturen zu steigern. Er engagiert sich innerhalb der Community und interessiert sich für digitale Transformation, Psychologie und generative Musik.

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