Freier Zugang zum Internet

eduroam ist nicht nur in der Schweiz, sondern an nahezu allen Hochschulen weltweit verfügbar. Damit sind alle Schweizer Hochschulangehörigen automatisch online, egal wo sie sich gerade aufhalten.

Text: Andres Aeschlimann, publiziert am 01.10.2019

Michelle studiert Architektur an der EPF Lausanne. Derzeit absolviert sie ein Gastsemester an der Universität in Ljubljana. Sie reist viel und gern. Ihre Semesterarbeit nimmt sie auf ihrem kleinen Laptop überallhin mit, um in der freien Zeit immer wieder daran zu arbeiten. Diese schreibt sie zusammen mit Laura und Fabienne. Beide studieren auch in Lausanne. Die umfangreichen Rohdaten und alle Teilresultate tauschen sie über ihr gemeinsames SWITCHdrive-Verzeichnis aus. SWITCHdrive synchronisiert sofort alle Dateien auf allen Geräten.

Michelles Laptop ist automatisch online, sobald sie sich in der Nähe eines eduroam Hotspots befindet. Und weil sie auch auf ihrem Smartphone ein eduroam-Profil installiert hat, verbindet sich auch dieses automatisch. So spart Michelle ihr Datenguthaben.

Companion App

Michelle weiss, dass eduroam an fast allen Hochschulen weltweit verfügbar ist. In Lausanne gibt es aktuell 34 Standorte, in Ljubljana und Umgebung 89, und weltweit sind es über 10’000. Um nicht lange nach Hotspots zu suchen, hat sie die eduroam Companion App auf ihrem Smartphone installiert (siehe Box). Sie zeigt auf einer Karte die Standorte in ihrer Nähe an.

eduroam spricht sich rum

Seit die ersten Spezialisten in Europa im Jahr 2002 über eine gemeinsame WLAN-Roaming-Lösung nachgedacht haben, ist viel geschehen. Die National Research and Education Networks (NRENs) haben das Konzept gemeinsam erarbeitet und in ihren jeweiligen Ländern umgesetzt. SWITCH war mit den ersten dabei und hat mit den Universitäten zusammen eine beeindruckende Infrastruktur geschaffen. Seither sind die Nutzungszahlen in der Schweiz auf über eine Million pro Monat angestiegen. Dies nicht zuletzt, weil nahezu alle Hochschulen in der Schweiz eduroam anbieten.

Automatisch verbunden

Eine Organisation muss einerseits ihre Hotspots so konfigurieren, dass sich alle Geräte mit einem eduroam-Profil automatisch verbinden können. Andererseits gibt sie ihren Mitarbeitenden und Studierenden Zugang zu eduroam, indem sie alle mit gültigen eduroam-Profilen ausstattet. Beim Verbindungsaufbau, egal von woher dieser erfolgt, wird bei der Heimorganisation nachgefragt, ob die Zugehörigkeit zur Hochschule noch besteht. Eine Organisation ist damit in der Lage, eduroam bei Bedarf für einzelne Benutzende sofort abzuschalten.

Die Entwicklung geht weiter

Getreu dem Leitsatz «Gemeinsam für mehr Leistung, Komfort und Sicherheit in der digitalen Welt» tüftelt SWITCH bereits am nächsten Schritt, der mit Hilfe der neuen, lebenslang gültigen Hochschulidentität SWITCH edu-ID möglich wird. eduroam.ch wird den Endbenutzenden zentral die eduroam-Profile für ihre Geräte anbieten und so die Organisationen auf ihren Wunsch teilweise entlasten. eduroam.ch sieht zudem vor, die SWITCH edu-ID zu verwenden, um die Zugehörigkeit zu einer Hochschule zu verifizieren. Dies wird neu mit Hilfe digitaler Zertifikate anstelle von Passwörtern erfolgen. Und natürlich ohne dass sich Michelle mit diesen herumschlagen muss. Sie wird einfach weiterhin eduroam nutzen – das ist sicher.

Über den Autor
Andres   Aeschlimann

Andres Aeschlimann

2010 stiess Andres Aeschlimann zu SWITCH. Heute ist er Leiter des Teams Trust & Identity.

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eduroam Companion App

Laden Sie die eduroam Companion App für Android oder iOS auf Ihr Smartphone, um einen lokalen eduroam Hotspot in Ihrer Nähe zu finden.

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