Swiss Open Research Data Hackathon

Eine breit aufgestellte Community kam im Rahmen eines dreitägigen virtuellen Hackathons mit dem Ziel zusammen, das Open-Research-Data-Umfeld voranzubringen.

Text: Cornelia Puhze, publiziert am 16.02.2021

Gemeinsam mit dem Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (FORS) hat SWITCH einen Hackathon ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit zu stärken und eine Forschungsgemeinschaft rund um das Thema Open Research Data (ORD) aufzubauen. Das erklärte Ziel: Ein Schweizer Forum zu schaffen, über das von Studierenden und Forschenden über Bibliothekare und Open-Data-Experten bis hin zu Entwicklern und Dienstleistern die gesamte Community Ideen austauschen und innovative Projekte und Anwendungen auf den Weg bringen kann. Rund 40 Teilnehmende aus der ganzen Welt, darunter etwa auch ein Forschender aus der pakistanischen Stadt Karatschi und einer aus Lilongwe, der Hauptstadt von Malawi, kamen zusammen, um sich auszutauschen und das Open-Research-Data-Umfeld voranzubringen. Der Hackathon wurde auch von DaSCH und opendata.ch unterstützt, die den Hackathon promoteten und an den Arbeitsgruppen teilnahmen.

Drei Tage voller gemeinsamem Tüfteln

Im Vorfeld des ORD-Hackathons, der Mitte Januar 2021 stattfand, reichte die Community insgesamt 13 Vorschläge für zu bearbeitende Fokusbereiche ein, die bei der Eröffnungsveranstaltung am 18. Januar vorgestellt wurden. Mittels Abstimmung konnten die Teilnehmenden dann entscheiden, welchen Themen sie sich widmen wollten. Das Rennen machten 7 Themen. Die vollständige Liste ist auf GitHub unter ORD-Hackathon / hackathon-2021 einsehbar.

Entsprechend der Abstimmung wurde für jedes Thema ein eigenständiges Team gebildet. Jedes Team bestimmte anschliessend einen Teamleiter, der sicherstellte, dass in seinem Team die nötigen Kompetenzen vorhanden waren. Im Anschluss an die Teambildung fiel dann schliesslich der Startschuss für das «Hacking» selbst, also für die Konzepterstellung, Programmierung etc. Am dritten und letzten Tag des Hackathons präsentierten die Teams ihre Ergebnisse, die danach von ihren Mitstreitern bewertet wurden. SWITCH und FORS verliehen entsprechend dem Votum der Community die Preise an die Teams für die Themen 1. Open Science Indicators, 10.SWISS Repositories und 7.Open Research Data queriable by Location.

Der Hackathon als Impulsgeber für weitere Zusammenarbeit

Am Swiss ORD Hackathon 2021 legten die Teilnehmenden wichtige Grundsteine für innovative Projekte und Anwendungen rund um Open Research Data (Näheres hierzu im Bericht). Doch nicht nur das: Es hat sich eine Community zusammengefunden, die künftig wahrscheinlich auch über den Hackathon hinaus zusammenarbeiten wird. Denn neben der teaminternen Zusammenarbeit kam es im Rahmen des Events auch zwischen den Teams zu einem regen Austausch von Informationen und Erkenntnissen. Umso mehr bedanken wir uns für die Zeit und das Engagement aller Teilnehmenden. Wir werden diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch weiterhin im Rahmen verschiedener gemeinsamer Aktivitäten vorantreiben. Denn die Umfrage unter den Teilnehmenden hat gezeigt, dass eine überwältigende Mehrheit gerne an einem künftigen SWISS ORD Hackathon teilnehmen würde.

Sie möchten an einem künftigen ORD-Hackathon teilnehmen? Senden Sie uns ein E-Mail an info@ord-hackathon.ch.

Das Forschungsdaten-Konnektom

Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Fachgebieten generieren im Zuge ihrer täglichen Forschungsarbeit immer mehr wertvolle Daten. Diese wissenschaftlichen Daten wiederverwerten oder gar kombinieren zu können, würde den Weg für zahlreiche spannende Anwendungsfälle ebnen. Bisher wurden Forschungsdaten isoliert in den einzelnen Bereichen oder Einrichtungen gesammelt und waren schwierig zu verknüpfen.

Das Forschungsdaten-Konnektom verbindet und verwaltet (offen zugängliche) wissenschaftliche (Meta-)Daten nachhaltig und fachbereichsübergreifend, um sicherzustellen, dass diese weithin zugänglich, nützlich und interoperabel sind. Der Konnektom-Prototyp wird gemeinsam von DaSCH, FORS, EPFL Blue Brain, eXascale Infolab, SATW, SAGW und SWITCH entwickelt.

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