Ein neues Tor zu SWITCH

Mit dem neuen Community Account Management soll der Fokus auf den Kundenaustausch geschärft werden. Ein Gespräch mit Christoph Witzig, verantwortlich für strategische Beziehungen und Partnerschaften sowie Tania Stephan, Leiterin Community Account Management und Procurement, wie SWITCH dieses Vorhaben strategisch und praktisch angeht.

Publiziert am 22.06.2021

SWITCH: Was sind die Gründe strategische und operative Themen stärker zu trennen?

Christoph Witzig: In der Vergangenheit hat SWITCH Diskussionen mit seinen Kunden um strategische und operative Themen oftmals nicht wirklich getrennt. Dabei geht es doch da um zwei sehr verschiedene Fragestellungen: Strategisch geht es darum, ein Bild der IT- und Digitalisierungsstrategien der Hochschulen zu erhalten, um gezielter auf ihre Bedürfnisse einzugehen und unser Portfolio über die Jahre hinweg entsprechend zu gestalten und weiterzuentwickeln. Aber es geht auch darum, die Wahrnehmung von SWITCH zu erweitern.

Wie sollen wir in Zukunft wahrgenommen werden?

Christoph Witzig: SWITCH soll als Instrument wahrgenommen werden, das von der BFI-Community eingesetzt wird, um ihre Digitalisierungs- und IT-Ziele zu erreichen. Ein Beispiel: Wenn ein Forschungskonsortium ein grosses Forschungsprojekt mit umfangreichen IT-Bedürfnissen plant, wollen wir mit dem Konsortium schon während der Planungsphase ins Gespräch kommen, so dass wir gemeinsam abklären können, ob und wenn ja, wie SWITCH dieses Projekt unterstützen kann. Es ist immer schade, wenn man erst im Rückblick verpasste Chancen feststellt.

Was sind die nächsten Schritte in deiner neuen Rolle?

Christoph Witzig: Letzten Endes geht es bei strategischen Fragestellungen ja um die Frage, wo die Hochschulen und SWITCH in 3-5 Jahren stehen wollen. Teil der neuen Strategie von SWITCH ist es, Möglichkeiten für umfassende Lösungen zu identifizieren, die über die heute separat angebotenen und unabhängig betriebenen Dienstleistungen hinausgehen. In einem konkreten ersten Schritt möchte ich deshalb mehr über die Strategie und die Prioritäten der IT-Dienste und der Hochschulen jenseits des Tagesgeschäfts erfahren. Konkret frage ich die ID-Leiter nach ihren Hauptzielen für die nächsten 3-5 Jahre, in welchen Bereichen sie das grösste Potenzial für neue SWITCH-Services sehen und welche neuen Dienste, die von Dritten bereitgestellt werden, sie gerne nutzen würden. Die Antworten ergeben ein erstes Bild von dem wir ableiten können, wie weiter vorzugehen ist.

Bisher warst vor allem du in engem Austausch mit den ID-Leitern. Wird sich das ändern?

Christoph Witzig: In Zukunft werde ich nur noch auf der strategischen Ebene tätig sein. Für Fragen und Bedürfnisse im operativen Tagesgeschäft steht das neue Community Account Management Team zur Verfügung. Selbstverständlich bleibe ich im Austausch mit den ID-Leitern, aber eben nur noch mit dem Fokus auf die langfristigen, strategischen Ziele ihrer Institutionen. Darüber hinaus werde ich natürlich auch mit anderen Stakeholdern in der BFI-Community zu strategischen Themen in Kontakt treten, damit sich ein vollständiges Bild ergibt. Die Digitalisierung betrifft ja die gesamte BFI-Community. 

Welche Ziele verfolgt SWITCH mit dem neuen Community Account Management?

Tania Stephan: Wir wollen mehr Fokus auf unsere Kunden legen und unseren Support für die Hochschulen verbessern. Damit meinen wir nicht nur die IT-Dienste, sondern die Hochschule ganzheitlich als Organisation betrachtet. Wir wollen ihre Anforderungen und Bedürfnisse besser verstehen können, damit wir diese an unsere Services aber auch in die Verhandlungen mit kommerziellen Anbietern zurückspielen können. Deshalb geht das Community Account Management Team Hand in Hand mit dem Procurement Team. Wir verstehen uns als Community Solutions, denn beide Teams sind in engem Kundenaustausch und bereichern sich so auch gegenseitig.

Mit wem nehme ich denn als ID-Leiterin oder E-Learning-Manager in Zukunft Kontakt auf bei SWITCH, wenn ich eine Frage habe und nicht genau weiss, wen ich dazu kontaktieren kann?

Tania Stephan: Ich erkläre das gerne so: Das Community Account Management Team ist die neue Empfangstüre zu SWITCH. Wenn ich eine Frage habe und nicht genau weiss, an wen ich mich damit wenden soll, gehe ich sozusagen zum Concierge, also zu uns, und wir helfen dann weiter, und zwar in allen Landessprachen. Deshalb auch die neue Email-Adresse hello@switch.ch, im Sinne von: Hallo, ich habe eine Frage, wer kann mir weiterhelfen?

Ändert sich etwas an der Zusammenarbeit der technischen Mitarbeitenden?

Tania Stephan: An dieser langjährigen Zusammenarbeit ändert sich nichts, es gibt einfach ein zusätzliches Angebot. Bestehende Kontakte zwischen den technischen Mitarbeitenden auf beiden Seiten werden wie gewohnt weitergeführt. Aber eben, wenn Kunden zusätzliche Unterstützung benötigen, steht das Community Account Management Team mit Rat und Tat zur Seite. Beispielsweise braucht es manchmal jemanden der Aktivitäten koordiniert oder bei Workshops unterstützt. Dabei würden wir auch helfen. Zu uns kann man natürlich auch kommen, wenn man Fragen zu neuen Diensten hat oder Fragen zu Rechnungen.

Das neue Account Management Team
Diego Tres (Deutschschweiz) und Laurent Combe (Westschweiz und Tessin) stehen als Community Account Manager für sämtliche Fragen zur Verfügung. Das Team können Sie direkt über hello@switch.ch erreichen.

 

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