"Wissenschaftliche Information" unter der Lupe

Das Programm «Wissenschaftliche Information» von swissuniversities soll die von den Schweizer Hochschulen unternommenen Anstrengungen zur Bereitstellung und Verarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse bündeln. Welche Ziele hat das Programm, welche Rolle spielt SWITCH und wie werden sich das Programm und die Zusammenarbeit mit SWITCH in den kommenden Jahren entwickeln?

Text: Kilian Stoffel, publiziert am 02.10.2018

Ausgangspunkt des Programms “Wissenschaftliche Information” P-5 von swissuniversities war der gemeinsame Wunsch der Hochschulen nach einer Neuordnung der wissenschaftlichen Daten, die Forschenden, Lehrenden und Lernenden zur Verfügung stehen. Der Programmentscheid der Rektorenkonferenz beruht auf der Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wissenschaft auf dem internationalen Parkett zu stärken.

Durch gezielte Finanzhilfen will das Programm die Koordination zwischen den Hochschulen steuern, um das Angebot an digitalen wissenschaftlichen Inhalten zu verbessern und optimierte Werkzeuge zur Verarbeitung dieser Inhalte zu schaffen. Der Aufbau eines entsprechenden Angebots soll nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit erfolgen. Ziel ist es, die Prototypen der im Rahmen des Programms entwickelten Dienste mit ihrem gesamten Funktionsumfang allen Hochschulen zur Verfügung zu stellen. Dies ist auch der Grund, warum der Programmkoordination seit 2017 zusätzlich die Zuständigkeit für die Diensteverwaltung obliegt.

Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen: eine Notwendigkeit?

Die Schweizer Hochschulen sehen sich gemeinsamen Herausforderungen gegenüber, zum Beispiel die an die Herausgeber wissenschaftlicher Fachzeitschriften zu zahlenden Lizenzgebühren und die internationale Konkurrenz. Nur gemeinsam können sie diese Herausforderungen bewältigen. Daher sind es vor allem wirtschaftliche Überlegungen sowie die Förderung der Mobilität und der wissenschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, die zu dieser Zusammenarbeit geführt haben.

Die Rolle von SWITCH

Seit ihrer Gründung spielt SWITCH eine wesentliche Rolle bei der Einführung gemeinsamer Lösungen im Rahmen der IT-Infrastruktur der Hochschulen. Die Entwicklung der SWITCH edu-ID geht auf diese Aktivitäten zurück. Als allgemeingültige, sichere und nachhaltige Lösung für den Zugang zu akademischen Dienstleistungen gewährleistet die SWITCH edu-ID eine optimale Bündelung und Zentralisierung der Ressourcen und bewahrt dabei gleichzeitig die Autonomie der Hochschulen.

Die zunehmende Zahl an einzurichtenden Konten und Passwörtern verursacht einiges Kopfzerbrechen und schwächt die Sicherheit der IT-Systeme. Aus diesem Grund sind gebündelte Authentifizierungsdienste so wichtig, die auf einfache Art und Weise die Identität einer Person über deren gesamtes Leben hinweg und für alle zugewiesenen Aufgaben garantieren.

Was kommt 2021–2024?

Die Gremien von swissuniversities bereiten für den Zeitraum 2021–2024 ein neues Programm vor. Dieses soll die Infrastruktur und Dienste vor dem Hintergrund von Open Science, Open Innovation, Open Education und Citizen Science noch klarer ausrichten.

Parallel dazu soll ein nationales Koordinationsbüro für wissenschaftliche Daten aufgebaut werden, das ab 2021 bei SWITCH angesiedelt sein wird. Aufgabe dieses Büros wird es sein, die Hochschulen beim Unterhalt und bei der Förderung der IT-Dienste auf Basis der bereits in Zusammenarbeit mit SWITCH geleisteten Vorbereitungsarbeiten zu unterstützen.

Über den Autor

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Prof. Dr. Kilian Stoffel

Präsident Programm P-5, swissuniversities

 

 

 

Programme P-5
"Scientific Information"
of swissuniversities

SWITCH edu-ID

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