Ein Schritt voraus

Eine SWITCH edu-ID kann jede Person für sich selber erstellen. Das ist der erste Schritt. Universitäten können daraufhin den Hochschulbezug in der SWITCH edu-ID hinterlegen und Zugriff auf ihre Services gewähren. Wie geht man dabei vor und welche Vorteile erwarten Vertreter der Universitäten?

Text: Petra Kauer-Ott, publiziert am 02.10.2018

Unabhängig von einer Hochschule kann jede Person für sich eine SWITCH edu-ID erstellen. Interessant wird es, wenn sie ihren Status, den sie an einer Hochschule innehat (z.B. als Student oder Professorin), über ihre SWITCH edu-ID ausdrücken kann. Mit einer solchen erweiterten Identität kann man auch Dienste nutzen, die für Hochschulmitglieder reserviert sind. Der Status der Mitgliedschaft an einer Hochschule - die Affiliation - kann von der Hochschule flexibel einer SWITCH edu-ID hinzugefügt und verändert werden. Und wenn die Person die Hochschule verlässt, so verliert sie auch die entsprechende Affiliation. Nur die private SWITCH edu-ID, die im Besitz und unter Kontrolle der Person ist, bleibt permanent bestehen.

Wenn eine Hochschule nun von SWITCHaai auf SWITCH edu-ID umsteigt, so bedeutet das aus technischer Sicht folgendes: Mechanismen werden implementiert, die dafür sorgen, dass der Hochschulstatus jedes ihrer Mitglieder automatisch als SWITCH edu-ID-Affiliation dargestellt wird.

Integrationsszenarien

Wie sehen diese Mechanismen aus? Hochschulen unterscheiden sich stark in der Art, wie Personendaten ihrer Mitglieder mit Identity-Management-Prozessen verwaltet und in der IT-Infrastruktur verarbeitet werden. SWITCH führt mit jeder Hochschule vertiefte Gespräche, wenn sie die SWITCH edu-ID integrieren will. Gemeinsam wird die ideale Form der gegenseitigen Anbindung von Identity Management Prozessen und IT Infrastruktur erarbeitet. Um eine Vielzahl von Integrationsszenarien unterstützen zu können, hat SWITCH bereits heute zahlreiche technische Schnittstellen im Angebot.

Einige Hochschulen werden in Kürze die SWITCH edu-ID vollständig integrieren - die Universität Luzern und die FernUni Schweiz noch in diesem Jahr.

Verbesserte Prozesse

An der Universität Luzern sind etwa 600 Mitarbeiter, 300 Dozierende und 2'800 Studierende tätig. Die IT-Dienste beabsichtigen schrittweise ihre Identity-Management-Prozesse zu vereinfachen und dabei die SWITCH edu-ID einzuführen. Neben den unmittelbar verbesserten Prozessen sollen mittelfristig die Potenziale der SWITCH edu-ID ausgeschöpft werden, um Alumni und Weiterbildungsstudenten besser zu bewirtschaften.

Die FernUni ist mit knapp 2000 Mitgliedern ungefähr halb so gross wie die Universität Luzern. Ihre 300 Dozierenden sind zu einem grossen Teil auch an anderen Hochschulen tätig. Sie werden langfristig besonders von der SWITCH edu-ID profitieren, weil sie alle ihre Affiliationen in einer Identität zusammenfassen können. Die FernUni hat eine interne Umstellung der Campus-Verwaltung sowie die Neugestaltung der Online-Studenteneinschreibung als Anlass genutzt, die SWITCH edu-ID einzuführen.

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Jörg Andenmatten

Leiter Informatik
FernUni Schweiz

"Die Migration auf SWITCH edu-ID ermöglicht uns Mehrwerte für die Studenten zu generieren, wie z. B. die lebenslange Gültigkeit der neuen persönlichen ID."

 

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Armin Schibli

Projektleiter
Universität St. Gallen

"Die durch SWITCH zentral vorgenommenen Funktionserweiterungen stehen allen Universitäten zur Verfügung. Eine eigene Implementation erübrigt sich, was für uns weniger Aufwand bedeutet."

 

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Alexandre Roy

Senior IT Architect
Universität Lausanne

"Die Hochschulen müssen den Übergang zur SWITCH edu-ID schnell planen und diese mit Unterstützung ihrer Direktion in ihre IT-Strategie integrieren."

 

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Abdel Benhauresch

Leiter ICT
Pädagogische Hochschule Zug

"Die Meisten unserer Studierenden besuchen nach dem Abschluss unsere Weiterbildungsangebote. Wir erhoffen uns von SWITCHedu-ID, dass diese Personen keine Logins von uns mehr haben müssen."

SWITCH edu-ID

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