FUTURE UNIVERSITY

Keynote information

Results of the FUTURE UNIVERSITY study – Challenges and fields of action in higher education

Dr. Stephan Sigrist, Head and Founder W.I.R.E. 

Die Studie „FUTURE UNIVERSITY - Challenges and fields of action in higher education“ wirft einen Blick auf die Zukunft der Hochschulen. Welche Veränderungen beeinflussen Lehre und Forschung im 21. Jahrhundert? Der Think Tank W.I.R.E. hat die Hochschullandschaft in Partnerschaft mit SWITCH analysiert und darauf basierend Thesen und Handlungsfelder für die Universitäten von morgen entwickelt.

Biographie

Dr. Stephan Sigrist ist Gründer und Leiter des Think Tank W.I.R.E. Er analysiert seit vielen Jahren interdisziplinär Entwicklungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und beschäftigt sich schwergewichtig mit den Folgen der Digitalisierung in den Life Sciences, Financial Services, Medien, Infrastruktur und Mobilität. Er ist Herausgeber der Buchreihe ABSTRAKT und Autor zahlreicher Publikationen sowie Keynote-Referent an internationalen Tagungen. Mit W.I.R.E. berät er Entscheidungsträger bei der Entwicklung von langfristigen Strategien, begleitet Innovationsprojekte und unterstützt Unternehmen bei der Neugestaltung von zukunftsorientierten Räumen für Mitarbeiter und den Austausch mit Kunden. Nach seinem Biochemie-Studium an der ETH Zürich und einer Dissertation am Collegium Helveticum war er in der medizinischen Forschung von Hoffman-La Roche tätig. Danach arbeitete er als Unternehmensberater bei Roland Berger Strategy Consultants und am Gottlieb Duttweiler Institute. Er ist im Stiftungsrat des Schweizerischen Allergiezentrums AHA und Mitglied des Innovationsrates von Innosuisse, der Förderagentur des Bundes für wissenschaftsbasierte Innovation.

Results of the FUTURE UNIVERSITY study – Challenges and fields of action in higher education

Aurel Jörg, Project Manager W.I.R.E.

Die Studie „FUTURE UNIVERSITY - Challenges and fields of action in higher education“ wirft einen Blick auf die Zukunft der Hochschulen. Welche Veränderungen beeinflussen Lehre und Forschung im 21. Jahrhundert? Der Think Tank W.I.R.E. hat die Hochschullandschaft in Partnerschaft mit SWITCH analysiert und darauf basierend Thesen und Handlungsfelder für die Universitäten von morgen entwickelt.

Biographie

Als Kulturwissenschaftler und Jurist analysiert und ordnet Aurel Jörg bei W.I.R.E. langfristige Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft ein. Davor übte er diverse redaktionelle Tätigkeiten (u. a. für Radio SRF 2 Kultur und Neue Zürcher Zeitung) aus. Von 2012 bis Mitte 2017 war er für den Aufbau des Pionier- und Kulturprojektes Neubad in Luzern mit heute 40 Angestellten mitverantwortlich.

Alternative models in higher education

Christer Windeløv-Lidzéliu, Director Business & Design School Kaospilot, Denmark

Das Thema «Hochschulbildung» ist heute heiss umstritten. Ist sie kosteneffizient? Ist sie noch am Puls der Zeit? Ist sie ihren höheren Idealen treu? Sind Hochschulabgänger auf einen sich verändernden Arbeitsmarkt vorbereitet? Entsprechen die Ausbildungen den Bedürfnissen künftiger Arbeitgeber? Der Fragen sind viele und die Bedürfnisse facettenreich.

Die sich verändernde Bildungslandschaft beflügelt eine neue Art von Ausbildungen, die oft als «alternative Ausbildungen» bezeichnet werden. Diese neuen Formate kommen in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen daher und weisen oft unterschiedliche Leistungsversprechen, Lehr- und Lernphilosophien und nicht zuletzt Strukturen und Kulturen auf.

In seinem Vortrag stellt uns Christer Windeløv-Lidzélius mit Kaospilot eine Hochschule mit einem bahnbrechenden, wegweisenden Konzept vor. Er erörtert die Gründe dafür, weshalb derartige neue Bildungsformate entstehen, welches die treibenden Kräfte dahinter sind und wie sie die Ausbildungslandschaft verändern.

Biografie

Christer Windeløv-Lidzélius ist Rektor von Kaospilot, einem renommierten Disruptor im Hochschulwesen. Kaospilot erhielt und erhält vielfältige Anerkennung (u. a. durch die UNESCO und Medien wie Fast Company, Monocle und BusinessWeek) für das Infragestellen heutiger Lehr- und Lernmethoden – mittels Umsetzung eines hochinnovativen Ausbildungsdesigns, das Führungsqualitäten entwickelt und Unternehmergeist fördert. Seine Forschungsgebiete an der niederländischen Universität Tilburg und am amerikanischen Taos Institute drehen sich um die Themenbereiche Strategie, Leadership und Innovation, zudem hat er eine Gastprofessur an der Hochschule für Dramatik in Stockholm inne. Über die Jahre war Christer Windeløv-Lidzélius Mitglied verschiedener Vorstandsgremien und Think Tanks innerhalb und ausserhalb Dänemarks. Er war auf fünf Kontinenten als Dozent und Unternehmensberater tätig und stand in mehr als 25 Ländern im Dienst privater Unternehmen, NGOs und öffentlicher Organisationen.

 

42.fr – born to code: a digital transformation in education

Olivier Crouzet, Head of Pedagogy 42.fr

Die in Paris ansässige Schule «42» funktioniert auf Basis eines «Peer-Learning»-Modells. An der Schule werden seit 2013 IT-Studenten mittels eines spezifischen Lehrplans – ohne Lehrer und ohne Vorlesungen – ausgebildet. Die Methode ist zu 100% praxisbezogen und der Schulstoff besteht ausschliesslich aus Software-Entwicklungs-Projekten. Über technische Fähigkeiten hinaus legt 42 einen Fokus auf die Entwicklung von kollaborativen Fähigkeiten, Problemlösungskompetenzen, Selbständigkeit, eigenständiges Lernen, kritisches Denken, kollektive Intelligenz, Beziehungen und Kreativität. Alle Studenten machen in ihrem eigenen Tempo und auf ihre eigene Weise Fortschritte – mit einem Lehrplan, der auf Gamification-Prinzipien fusst. Ökonomisch betrachtet hat 42 zum Ziel, dem Mangel an IT-Spezialisten für den digitalen Wandel entgegenzuwirken. Aus pädagogischer Sicht will sie in einem Land, in dem Gesellschaft und Bildungswesen oft nicht im Einklang sind, eine Alternative bieten. Das Modell 42 ist das Resultat aus 25 Jahren unterschiedlicher Experimente sowie der Auseinandersetzung mit klassischen pädagogischen Theorien. Die Schule hat bisher sehr gutes Feedback von Unternehmen erhalten, zudem entspricht die Ausbildung den Erwartungen des Arbeitsmarktes. 42 ist nur ein möglicher alternativer Lernweg, daneben sollten weitere existieren. Das Modell ist zudem ein Beispiel dafür, was der digitale Wandel im Bildungswesen bedeuten könnte.

Biografie

Mit einem ursprünglich naturwissenschaftlichen Hintergrund hat Olivier Crouzet zusätzlich einen Masterabschluss als IT-Ingenieur erworben. Nach zwei Jahren als Systemadministrator beim drittgrössten französischen Internet-Provider begann er gemeinsam mit Nicolas Sadirac ein IT-Schulungsmodell zu entwickeln, ein Projekt, in das er während 13 Jahren involviert war. In den letzten fünf Jahren war er für die von Xavier Niel gegründete IT-Schule 42 tätig. Während Olivier Crouzet die Weiterentwicklung dieses Schulmodells immer noch mitgestaltet, setzt er sich mittels Teilnahme an verschiedenen Konferenzen auch für eine Reform des französischen Bildungssystems ein.