Drei von vier Schweizer Hochschulen sichern Backups in der souveränen Cloud
Ein Hackerangriff genügt, und die Forschungsarbeit ist weg. Über 40 Hochschulen mit mehr als 100'000 Nutzenden sichern ihre Backups in der souveränen Switch-Cloud. Für die Universität Neuenburg gehören auch die Daten der Studierenden dazu.

Ein Cyberangriff, ein falscher Klick, eine geopolitisch motivierte Sanktion: Es braucht nicht viel, und das Forschungspapier, die Dissertation oder die KI-Anwendung sind weg. Nahezu alle Daten der hiesigen Hochschulen liegen heute in der Cloud, viele davon in Microsoft 365 (M365). Ohne sie steht ein grosser Teil des Bildungs- und Forschungsstandorts Schweiz still.
Drei von vier Schweizer Hochschulen sind heute für solche Szenarien gewappnet. Sie speichern ihre M365-Backups in der souveränen Cloud von Switch. Dies, weil die fehlende Kontrolle über die eigenen Daten und zu hohe Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter aus Sicht des Risikomanagements nicht mehr zu verantworten sind.
Digitale Souveränität als Messlatte
Joël Metzger ist stellvertretender Leiter die Informatikdienste der Universität Neuenburg. Als die Migration zu M365 bevorstand, stellte sich die Frage nach einer souveränen Backup-Lösung. Nach dem Vergleich verschiedener Optionen fiel die Wahl auf die Backup-Lösung in der Switch-Cloud. Drei Anforderungen waren dafür ausschlaggebend:
- Einfache Handhabung bei Backup und Wiederherstellung
- Datenstandort in der Schweiz, idealerweise bei einem Schweizer Anbieter
- Kostenvorhersehbarkeit für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren
Gerade für kleinere IT-Teams ist ein einfaches Handling bei Backup und Recovery entscheidend. Die Wiederherstellung ganzer Ordnerstrukturen oder einzelner E-Mails funktioniert zeitpunktgenau über eine selbst bedienbare Restore-Konsole, genauso einfach und schnell wie on-premise. Selbst wenn die Azure-Cloud nicht erreichbar ist, lässt sich mit vertretbarem Aufwand ein Exchange-Server lokal aufsetzen, und die wiederhergestellten Daten bleiben benutzbar.
Fragen der digitalen Souveränität werden an der Uni Neuenburg seit Jahren intensiv diskutiert. Als Stiftung der Schweizer Hochschulen mit Rechenzentren in der Schweiz ist Switch ein idealer Partner. Ein weiterer Vorteil: Die Uni Neuenburg ist Teil des Stiftungsrats und hat Mitsprache bei strategischen Entscheiden. «Man weiss einfach, mit wem man es zu tun hat», sagt Joël Metzger. Schliesslich war auch der Preis eindeutig besser als bei On-Premise- und anderen Cloud-Lösungen.
Mittlerweile sind Organisationen in der Cloud stärker von einzelnen Anbietern abhängig und haben immer weniger Kontrolle über ihre Daten. In Neuenburg wird digitale Souveränität heute gelebt. «Bevor wir ein neues IT-Tool einführen, prüfen wir immer die Auswirkungen auf unsere digitale Souveränität. Bleiben die Daten nicht in der Schweiz oder in Europa, oder ist unklar, wer auf diese Daten Zugriff hat, lehnen wir die Einführung ab», betont Joël Metzger.
Extrameile für Studierende
Wie Joël Metzgers Haltung vermuten lässt, geht die Uni Neuenburg noch einen Schritt weiter als andere Hochschulen. Neben den M365-Daten ihrer Mitarbeitenden sichert die Uni auch sämtliche Daten ihrer Studierenden. Der Grundsatz ist so einfach wie einleuchtend: «Wir schützen alles, was wir haben.» E-Mail ist der offizielle Kommunikationskanal der Studierenden während ihres gesamten Studiums. Zudem sind sie denselben Risiken ausgesetzt wie Hochschulmitarbeitende, Lehrende oder Forschende und können genauso Opfer von Datenverlusten werden. «Gerade deshalb rate ich allen Hochschulen, neben den Daten der Mitarbeitenden auch sämtliche Daten der Studierenden in der souveränen Switch-Cloud zu sichern», so Joël Metzger. «Das verschafft mir ein sicheres Gefühl.»
Neuenburg weist den Weg
Studien, Forschungsdaten und Berichte gehören in eine souveräne Cloud. Das zeigt die Uni Neuenburg exemplarisch. Digitale Souveränität einer Hochschule beginnt dort, wo sie die Kontrolle über ihre Daten behält und unabhängig agieren kann.







